Erstmals seit dem ersten Quartal 2023 konnte sich das Konjunkturbarometer der Industriellenvereinigung OÖ (IV OÖ) knapp über die Nulllinie kämpfen. Während die aktuelle Geschäftslage weiter im leicht negativen Bereich liegt, zeigen die Betriebe in ihrer Einschätzung für die nächsten sechs Monate vorsichtigen Optimismus. Dennoch wird der Personabbau in der Industrie voraussichtlich fortgesetzt, so die IV OÖ. Darüber berichtet Welt Stimme.
„Österreich besser, aber nicht gut“
Im Rahmen des traditionellen Wirtschafts- und Finanzmarktausblicks der IV OÖ gaben auch JKU-Professor Teodoro D. Cocca und voestalpine CFO Gerald Mayer eine Einschätzung der aktuellen globalen wirtschaftlichen Entwicklungen ab. Cocca betonte, dass die Weltwirtschaft trotz geopolitischer Unsicherheiten auch 2026 mit 3,3 Prozent robust wachsen wird. Österreich zieht zwar nach, bleibt jedoch im europäischen Vergleich zurück. „Es wird für Österreich besser, aber nicht gut. Zusätzlich bleibt die Prognose für unser Land weiterhin sehr fragil mit einer hohen Schwankungsbreite“, so Cocca.
Voestalpine braucht Energie zu „wettbewerbsfähigen Preisen“
Gerald Mayer verwies auf die breite Aufstellung der voestalpine, die eine solide Entwicklung trotz einer Rezession ermöglicht. Sein Unternehmen ist jedoch stark von den enormen Kostensteigerungen bei Personal und Energie betroffen. „Die voestalpine investiert massiv in die Reduktion der CO2-Emissionen und macht damit ihre Hausaufgaben. Ausreichend Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen und eine Verlängerung der Gratiszertifikate müssen durch die Politik ermöglicht werden“, betont Mayer und warnt vor weiteren Belastungen der Stahlindustrie.


