Zum Tag des Kachelofens am 16. Oktober verweist der Österreichische Kachelofenverband auf die Rolle von Kachelöfen bei Heizkosten und Versorgungssicherheit. Ein klassischer Kachelofen mit Stückholz und ohne elektrische Bauteile kann auch bei einem Stromausfall weiter Wärme liefern.
Der Verband hebt diesen Vorteil im Vorfeld des Aktionstags besonders hervor. Geschäftsführer Thomas Schiffert sieht moderne Anlagen als Beitrag zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Er sagt: „Wenn Österreich Klimaschutz ernst nimmt, dann braucht es Lösungen, die ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich nachvollziehbar und im Alltag verlässlich sind.“
Nach Angaben des Verbands haben rund elf Prozent der österreichischen Haushalte einen Kachelofen. Schiffert beziffert die Lebensdauer eines solchen Ofens mit etwa 30 Jahren. Bei den Anschaffungskosten nennt der Verband rund 15.000 bis 20.000 Euro, einzelne Einstiegsmodelle seien günstiger.
Für einen Haushalt mit 200 Quadratmetern Wohnfläche kommt der Verband in einer Modellrechnung auf jährliche Heizkosten von 4.322 Euro für Heizöl, 2.938 Euro für Erdgas und 1.581 Euro für Brennholz. Die tatsächlichen Kosten hängen laut Artikel unter anderem vom Wärmebedarf des Gebäudes, vom Heizsystem und von den Brennstoffpreisen ab.
Auch die Versorgungssicherheit steht im Fokus: Laut E-Control waren Stromkundinnen und -kunden in Österreich im Jahr 2025 im Schnitt insgesamt 16,62 Minuten von ungeplanten Unterbrechungen betroffen. Ein Kachelofen ohne elektrische Steuerung oder Pumpen kann in einer solchen Situation weiter betrieben werden.
Der Artikel verweist zudem auf eine 2025 veröffentlichte Berechnung des Umweltbundesamts. Demnach liegen die kalkulierten Treibhausgasemissionen bei 25 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilowattstunde für Stückholz, 19 Gramm für Hackschnitzel und 26 Gramm für Pellets. Für Heizöl extra leicht nennt die Studie 342 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilowattstunde, für Erdgas 249 Gramm auf Heizwertbasis.
Diese Werte enthalten laut Artikel auch vor- und nachgelagerte Emissionen etwa aus Produktion und Transport, nicht aber das biogene CO2, das beim Verbrennen von Holz frei wird. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass Holzheizungen auch Feinstaub und andere Luftschadstoffe verursachen; trockene Scheite und korrektes Anzünden können diese Emissionen reduzieren.


