Brenner Basistunnel: Tunnelbohrmaschine „Wilma“ vollendet erste Haupttunnelröhre
Die Tunnelbohrmaschine „Wilma“ hat die erste durchgehende Haupttunnelröhre des Brenner Basistunnels (BBT) erfolgreich abgeschlossen. Am Baulos H53 Pfons-Brenner traf sie wieder auf ihre Taufpatin, Helga Morandell.
Mit dem Erreichen der Baulosgrenze H53 Pfons-Brenner wurde die westliche Hauptröhre des BBT mit einer Gesamtlänge von 55 Kilometern durchbohrt. Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt dar, da nun eine durchgehende Verbindung von der Sillschlucht bei Innsbruck bis nach Franzensfeste besteht.
Helga Morandell aus Kaltern hatte den Namen „Wilma“ bei der Vergabe des Namens für die Tunnelbohrmaschine vorgeschlagen. Ihre Erklärung, dass „Wilma“ die weibliche Form von Wilhelm ist und sie den großen Willen sowie den Schutz in der Bauingenieur-Branche symbolisiert, fand großen Anklang. Vor rund zwei Jahren drückte sie den Startknopf für Wilmas Reise und nahm nun an dem erfolgreichen Durchbruch teil.
Die Tunnelbohrmaschine legte bis zum finalen Durchbruch 7,5 Kilometer zurück, durchquerte geologisch anspruchsvolle Störzonen und verbaut über 23.000 Tübbinge. Der erfolgreiche Abschluss der westlichen Haupttunnelröhre wird von den Mitarbeitern der BBT SE sowie der ausführenden Arbeitsgemeinschaft H53 Brenner Basistunnel als bedeutender Erfolg gewertet.
„Wilma“ wurde am 18. September 2024 im Baulos H53 Pfons-Brenner gestartet. Mit einer Gesamtlänge von rund 180 Metern, einem Bohrdurchmesser von über zehn Metern und einem Gesamtgewicht von rund 2.700 Tonnen, arbeitet sie wie eine Fabrik im Berg. Während des Bohrvorgangs wurden Tübbinge automatisch eingebaut und das Ausbruchmaterial über Förderbandanlagen abtransportiert.
Einordnung
Die Vollendung der westlichen Haupttunnelröhre verbessert die Verkehrsanbindung zwischen Innsbruck und Südtirol erheblich. Die Verbindung wird die Kapazität im Schienenverkehr steigern und die bestehende Infrastruktur entlasten, was für die Region von wirtschaftlicher Bedeutung ist.


