Durchbruch der Tunnelbohrmaschine „Wilma“ im Brenner Basistunnel
Die Tunnelbohrmaschine „Wilma“ hat die erste durchgehende Haupttunnelröhre im Brenner Basistunnel (BBT) erfolgreich vollendet. Am Baulos H53 Pfons-Brenner traf sie auf ihre Taufpatin, Helga Morandell.
Der Durchbruch von „Wilma“ markiert einen bedeutenden Fortschritt beim Brenner Basistunnel. Mit ihrer Ankunft an der Baulosgrenze wurde die westliche Hauptröhre, die sich über 55 Kilometer von der Sillschlucht bis nach Franzensfeste erstreckt, nun vollständig ausgebrochen.
Helga Morandell aus Kaltern hatte die Tunnelbohrmaschine, die 2024 auf den Namen „Wilma“ getauft wurde, initiiert. Der Name steht für „Wille“ und „Schutz“, was die Ziele des Projekts unterstreicht. Vor zwei Jahren drückte sie den Startknopf für den Tunnelvortrieb und war nun beim finalen Durchbruch anwesend.
Insgesamt legte „Wilma“ einen Vortrieb von knapp 7,5 Kilometern zurück, durchquerte geologisch anspruchsvolle Bereiche und verbaut über 23.000 Tübbinge. Der Moment des Durchbruchs löste große Erleichterung und Freude bei den Mitarbeitern der BBT SE und der Arbeitsgemeinschaft H53 Brenner Basistunnel aus.
Die Tunnelbohrmaschine wurde am 18. September 2024 gestartet. Mit einer Länge von 180 Metern, einem Durchmesser von über zehn Metern und einem Gewicht von 2.700 Tonnen funktioniert „Wilma“ wie eine Fabrik im Berg. Während des Bohrens wurden Tübbinge automatisch eingebaut und das Ausbruchmaterial über Förderbänder abtransportiert.
Einordnung
Der Abschluss der westlichen Haupttunnelröhre erhöht die Durchgängigkeit des Brenner Basistunnels und stellt einen wichtigen Schritt für die Verkehrsanbindung zwischen Tirol und Südtirol dar. Dies könnte zu einer Entlastung des Straßenverkehrs führen und die Schienenverbindungen in der Region verbessern.


