Unternehmen im Bezirk Oberwart blicken optimistisch auf 2026 trotz Herausforderungen

Dezember 31, 2025 16:17
Unternehmen im Bezirk Oberwart blicken optimistisch auf 2026 trotz Herausforderungen

Die Unternehmer im Bezirk Oberwart ziehen zum Jahreswechsel eine positive Bilanz für das Jahr 2025 und äußern sich optimistisch bezüglich der Herausforderungen und Chancen, die das Jahr 2026 mit sich bringt. Darüber berichtet Welt Stimme.

BEZIRK OBERWART. In Gesprächen mit Unternehmensvertretern aus verschiedenen Branchen äußerten Alfred Kollar (Obmann der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft), Ronald Gollatz (Eigentümer und Gründer vom Hannersberg), Margit Portschy (Centerleitung eo Oberwart) und Tanja Stöckl (Tankstellenbetreiberin und Wirtschaftskammer-Regionalstellenobfrau) eine insgesamt zuversichtliche Einschätzung, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein positives Bild vermittelt.

Richtiger Weg bestätigt

Tanja Stöckl fasst ihre Eindrücke zusammen: „Für mich als Unternehmerin war das Jahr 2025 endlich eine Bestätigung der Richtungsentscheidungen, die ich vor einigen Jahren noch eher vorsichtig getroffen habe. Dadurch konnte ich mit einem guten Gefühl Ideen in die Umsetzung bringen, Planungen starten. Die Tankstellenbranche befindet sich im großen Umbruch, und ich bin überzeugt, für mein Unternehmen die richtige Strategie gefunden zu haben.“

„Effizienzsteigerungen durch nachhaltiges Wirtschaften, Digitalisierung und Automatisation sind die Erfolgsstrategie für die Zukunft.“
Tanja Stöckl, Wirtschaftskammer-Regionalstellenobfrau

Stöckl blickt mit gemischten Gefühlen auf das vergangene Jahr zurück, hebt aber gleichzeitig die Chancen hervor: „Vieles kann man nicht beeinflussen, weil auch weltweit ständig neue Problemfelder entstehen, manches wurde auch verschlafen.“ Für das kommende Jahr wünscht sie sich mehr Achtsamkeit auf die mentale Gesundheit.

„Wettbewerbsfähigkeit erreichen wir durch praxisorientiertes Lernen und Finanzbildung ab dem Kindergarten.“
Tanja Stöckl

Im Südburgenland verankert

Ronald Gollatz äußert sich ebenfalls positiv über sein Unternehmen: „Ich fühle mich im Südburgenland zu Hause und mit den Menschen verbunden. Unternehmerisch bleibt es herausfordernd, aber wir schaffen es, rund 60 Kolleginnen und Kollegen einen ganzjährigen Arbeitsplatz zu bieten.“ Sein Kaufhaus wird als Beispiel für verantwortungsbewusstes Unternehmertum genannt.

„Die Kosten sind in Hochfrequenzlagen zu schaffen, im ländlichen Raum kaum noch – wie man an den zahlreichen Insolvenzen sieht.“
Ronald Gollatz, Gründer Hannersberg

Er kritisiert die aktuelle wirtschaftliche Situation in Österreich und die hohen Lohnnebenkosten, die eine Herausforderung für Unternehmer darstellen. „Wir müssen uns als Unternehmer zunehmend gegen falsche Annahmen wehren, dass Umsatz gleich Unternehmerlohn ist.“

Umsatzsteigerungen im Jahr 2025

Margit Portschy spricht eine positive Bilanz: „Trotz der anhaltenden Herausforderungen im stationären Handel können wir auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken.“ Die Besucherzahlen und Umsätze sind stabil und zeigen eine deutliche Verbesserung.

„Auch im Jahr 2026 erwartet unsere Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm.“
Margit Portschy, eo-Centerleitung

Sie betont die wichtige Rolle des stationären Handels und dessen Vorteile gegenüber Online-Konkurrenz. Ein positives Einkaufserlebnis müsse stets das Hauptziel des stationären Handels sein.

Geplante Veranstaltungen im eo

  • Am 5. Februar findet das Grow Jobfestival statt, das sich an alle richtet, die sich über Karrierechancen in der Region informieren möchten.
  • Am 13. und 14. März laden wir zum ersten Frühjahrsfashion Highlight ein. Kunden haben die Möglichkeit, selbst als Models aufzutreten.

Über 130 Millionen Euro Bauvolumen

Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft blickt zufrieden auf das Jahr 2025 zurück. „Wir sind mit der Bautätigkeit im zu Ende gehenden Jahr zufrieden und haben derzeit mehr als 100 Baustellen im Burgenland,“ erklärt Alfred Kollar.

„Die Projekte, die wir im letzten Quartal 2025 gestartet haben und bis April 2026 starten werden, sind bereits fast zur Hälfte Reihenhausprojekte.“
Alfred Kollar, Obmann Oberwarter Siedlungsgenossenschaft

Kollar hebt hervor, dass über 90 Prozent der Aufträge an burgenländische Unternehmen vergeben werden, was die lokale Wirtschaft stärkt.

Für das kommende Jahr sind bereits 20 neue Bauvorhaben geplant, die fast 220 Wohneinheiten umfassen werden.

Mehr Berichte aus dem Bezirk Oberwart

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Polen wirft TikTok systematische Verbreitung russischer Desinformation vor
Vorheriger artikel

Polen wirft TikTok systematische Verbreitung russischer Desinformation vor

Luki’s Fleischeck: Neue Ära für Fleischerei Brunner in Jennersdorf ab 16. Jänner 2026
Nächster artikel

Luki’s Fleischeck: Neue Ära für Fleischerei Brunner in Jennersdorf ab 16. Jänner 2026

Nicht verpassen