Weltfrauentag 2026: Unternehmerinnen stärken die Wirtschaft in Tulln

Feber 25, 2026 06:57
Weltfrauentag 2026: Unternehmerinnen stärken die Wirtschaft in Tulln

Der Weltfrauentag am 8. März erinnert daran, den Tullner Unternehmerinnen die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdienen, betont Linda Fertl-Bläuel, Bezirksvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Tulln. Darüber berichtet Welt Stimme.

Im Bezirk Tulln wird mittlerweile fast jedes zweite Unternehmen von einer Frau gegründet. Der Frauenanteil bei den Unternehmensgründungen in Niederösterreich betrug im Vorjahr 46,3 Prozent, was über dem österreichischen Durchschnitt von 45,7 Prozent liegt (ohne Personenbetreuer).

Fertl-Bläuel bringt hervor: „Frau in der Wirtschaft ist die starke Interessenvertretung für die Tullner Unternehmerinnen. Mir ist es ein persönliches Anliegen, Rahmenbedingungen zu gestalten, in denen Unternehmerinnen ihr volles Potenzial entfalten und wirtschaftlich erfolgreich sein können. Dabei stehen für mich praxisnahe Unterstützung, gezielte Weiterbildung und echte Vereinbarkeit von unternehmerischer Verantwortung und Familie im Mittelpunkt.“

Starke Interessenvertretung

Einer der Schwerpunkte von Frau in der Wirtschaft NÖ liegt auf der Verankerung digitaler Kompetenzen in allen Bildungsstufen. Linda Fertl-Bläuel fordert: „Digitale Kompetenzen sollten schon ab der Volksschule als vierte Grundkompetenz neben Lesen, Schreiben und Rechnen gefördert werden.“

Zum Thema Mehrfachbelastung fordert Frau in der Wirtschaft NÖ die Implementierung des „Pflegezeitgeldes“ für Selbstständige. Ähnlich wie beim Pflegekarenzgeld, das unselbstständig Erwerbstätige für die Pflege von Angehörigen in Anspruch nehmen können, soll auch für selbstständige Pflegekräfte eine finanzielle Absicherung geschaffen werden.

Zusätzlich thematisiert Frau in der Wirtschaft NÖ die Rentenfrage. Obwohl jede:r Pensionist:in unbegrenzt dazuverdienen kann, müssen dabei PV-Beiträge und andere Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden. Fertl-Bläuel merkt an: „Vor dem demografischen Hintergrund und als Beitrag zu einem nachhaltigen Pensionssystem ist es wichtig, Anreize zu schaffen, damit Unternehmerinnen länger im Erwerbsleben bleiben können.“

Weibliche Führung als Weiterbildungsschwerpunkt

In Bezug auf Weiterbildung ist es laut Fertl-Bläuel entscheidend, flexible Angebote zu schaffen, die in den Alltag zwischen Beruf und Familie integriert werden können. „Unsere Webinare können zeit- und ortsunabhängig online besucht werden und sind sehr beliebt. Wir setzen auch einen Schwerpunkt auf das Thema ‚Führung‘ und bieten mit dem ‚Leadership Skills Lehrgang‘ wertvolle Impulse für die weibliche Unternehmensführung.“

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