Wien plant trotz erheblicher finanzieller Einschnitte, kulturelle Veranstaltungen wie das Popfest und den Kultursommer fortzuführen. Die endgültige Form der Projekte hängt jedoch von den laufenden Verhandlungen zum Budget 2026 ab. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die finanzielle Lage in Wien ist angespannt, mit einem erwarteten Defizit von 3,8 Milliarden Euro. Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) kündigte Ende Juni drastische Sparmaßnahmen an und betonte, dass „jeder Stein umgedreht werden“ müsse.
Einige bereits angekündigte Maßnahmen beinhalten eine Reform der Mindestsicherung, signifikante Erhöhungen bei den Jahreskarten der Wiener Linien und eine Anhebung der Parkgebühren. Zudem werden die Bezirksbudgets eingefroren.
Das Kulturressort steht ebenfalls vor Sparmaßnahmen. Stadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) äußerte in einem Interview mit „Heute.at“, dass Synergien und maßgeschneiderte Lösungen gefunden werden müssen, um Einsparungen zu realisieren. Sie betonte jedoch, dass wichtige kulturelle Angebote erhalten bleiben sollen, darunter der Gratis-Eintritt ins Wien Museum. Unklar bleibt, wie dies die Vielzahl an kostenlosen Kulturveranstaltungen in der Stadt beeinflussen wird.
Budget Ende November fix
Das Budget ist derzeit noch Gegenstand von Verhandlungen. Ein Sprecher aus dem Büro Kaup-Hasler erklärte: „Ein kulturpolitischer Fokus bleibt darauf, Kultur für die Wienerinnen und Wiener weiterhin frei zugänglich zu gestalten.“ Das Popfest, der Kultursommer Wien, die Dauerausstellung im Wien Museum sowie die Wiener Vorlesungen sollen weiterhin stattfinden, so die zuständige Behörde.
Ob einige der bereits genannten oder weitere Projekte in ihrer Förderung reduziert oder gestrichen werden, ist derzeit noch unklar, da die Verhandlungen noch laufen. Die konkreten Sparmaßnahmen der Stadt sollen Mitte Oktober vorgestellt werden. Das Budget für 2026 wird am 24. und 25. November im Gemeinderat bzw. Landtag verabschiedet.


