Die Stadt Wien verkauft gebrauchte Pflastersteine weiter, um Ressourcen zu schonen und finanzielle Vorteile zu nutzen. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN. Granit, bekannt für seine Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit, ist in Form von Pflastersteinen besonders in Wien gefragt. Dennoch handelt es sich beim Granit um eine Ressource, die nur begrenzt verfügbar ist.
Wenn Pflastersteine im Zuge von Umgestaltungen oder Sanierungen entfernt werden, verfolgt die Stadt Wien das Ziel, diesen Steinen eine neue Funktion zu geben – und hat ein entsprechendes System entwickelt.
Stadt verkauft Steine
Nach der fachgerechten Reinigung und dem Zuschnitt der Steine vor Ort sind diese oft für verschiedene Anwendungen geeignet, sei es auf Straßen, in Gärten oder im Landschaftsbau.
Hierbei kommt die MA 54 ins Spiel: Die Abteilung Zentraler Einkauf und Logistik sucht gezielt nach Unternehmen, die sich auf die Aufbereitung und den Wiedereinbau von Granitsteinen spezialisiert haben. Der Verkauf erfolgt nach transparenten Kriterien: Herkunft und Zustand der Steine werden dokumentiert, während Mengen und Qualitäten kommuniziert werden.
Tausende Tonnen
„Ob auf der Mariahilfer Straße, der Meidlinger Hauptstraße oder am Graben – Wiens Straßen und Plätze sind vielfach mit Granit gestaltet. Seine außergewöhnliche Langlebigkeit macht Granit sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll, besonders wenn bestehende Steine wiederverwendet werden“, erläutert Thomas Keller, der Abteilungsleiter der MA 28.
Laut dem Experten schafft der Weiterverkauf einen doppelten Mehrwert: Die Ressourcen bleiben im Kreislauf, und die Stadt erhält einen Teil der Investition zurück. Im Jahr 2025 konnten bereits 3.700 Tonnen Granitstein weiterverkauft werden.


