Winterdienste in der Südweststeiermark: Intensiver Einsatz in einem herausfordernden Winter 2025/26

Feber 1, 2026 08:09
Winterdienste in der Südweststeiermark: Intensiver Einsatz in einem herausfordernden Winter 2025/26

Der Winterdienst in der Südweststeiermark hat im Jahr 2025 aufgrund intensiver Schneefälle und außergewöhnlicher Wetterbedingungen Hochsaison. Darüber berichtet Welt Stimme.

SÜDWESTSTEIERMARK. Seit Weihnachten ist die Region von Schnee bedeckt, der nun allmählich verschwindet. Jürgen Pojer, Leiter des Straßenerhaltungsdienstes, berichtet von einem arbeitsintensiven Winter, der durch die Kombination aus Niederschlägen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gekennzeichnet ist. Sein Team betreut circa 1.500 Kilometer Straßen in den Bezirken Deutschlandsberg und Leibnitz.

In jeder Meisterei gibt es einen Früh- und Spätdienst, die täglich von 4 Uhr morgens besetzt sind. Außerhalb dieser Zeiten stehen die Mitarbeiter in Bereitschaft und werden bei Bedarf von der Winterdienstzentrale alarmiert, die seit November in Deutschlandsberg eingerichtet ist. „Bei Volleinsatz werden zusätzliche Mitarbeiter aktiviert, und alle verfügbaren Fahrzeuge stehen bereit“, erklärt Pojer. Bislang war das Team rund 6.000 Stunden im Einsatz.

Tonnenweise Salz

Der Winterdienst umfasst auch tägliche Kontrollfahrten. Bislang wurden 1.650 Tonnen Salz und 540.000 Liter Sole verwendet, sowie in einigen Abschnitten geringe Mengen Splitt. „Der häufige Nebel in der Südsteiermark, der raureife Fahrbahnen verursacht, stellt eine unsichtbare Gefahr dar und erfordert höchste Konzentration von unseren Winterdienstfahrern“, sagt Pojer.

„Gerade in der kalten Jahreszeit sind Präzision und genaue Planung entscheidend. Die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer auf unseren Landesstraßen hat dabei stets oberste Priorität. Auf den steirischen Straßenerhaltungsdienst und seine vielen fleißigen Mitarbeiter bin ich wirklich stolz.“
Claudia Holzer, Verkehrslandesrätin

Bei Schneefall stehen 28 Winterdienstfahrzeuge im Einsatz. Jedes Fahrzeug wird vorab überprüft, da bei Schneeräumarbeiten enorme Kräfte wirken. Bei technischen Störungen kommt sofort die Zentralwerkstätte in Wagna zum Einsatz.

Was viele nicht wissen

Grundeigentümer müssen laut Straßenverkehrsordnung auch Gehwege von Schnee räumen oder mit Salz bestreuen – in Ortsgebieten innerhalb von drei Metern entlang der gesamten Liegenschaft. Ist kein Gehsteig vorhanden, gilt dies für den Straßenrand (1 Meter).

Immer mehr übertragen diese Aufgabe an Winterdienstleister. Diese übernehmen mitunter auch die Haftung.

Abseits der Landesstraßen ist der Maschinenring oft im Einsatz. Der Dienstleister wird von Gemeinden und Unternehmen für Schneeräumung und Streuung beauftragt. Patrick Verhonig, Vertriebsleiter Südweststeiermark, berichtet von einem bisher einzigartigen Winter mit häufigem Nebel und anhaltend tiefer Temperatur, was häufig zu Glatteis führt. Einsätze, Kontrollfahrten und Streueinsätze sind unerlässlich.

Viermal so viel Arbeit

Verhonig schätzt, dass der Arbeitsaufwand in diesem Winter viermal so hoch ist wie in den Vorjahren. „Bereits im November und Dezember gab es so viele Streueinsätze wie sonst in einer ganzen Saison.“ Der Verbrauch von Splitt und Salz ist fünfmal so hoch wie in den letzten Jahren. „Teilweise stoßen auch die Salzlieferanten an ihre Grenzen“, fügt Verhonig hinzu.

Auch beim Maschinenring ist das Team 24 Stunden am Tag in Bereitschaft und beobachtet konstant die Wetterlage. Ein typischer Arbeitstag beginnt um 2 oder 3 Uhr früh mit Kontrollfahrten. „Wenn es eisig ist, wird das Team informiert und die Streugeräte alarmiert“, sagt Verhonig.

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