Im September stieg die Arbeitslosigkeit in Wien um fast fünf Prozent, wie das Arbeitsmarktservice (AMS) berichtet. Der Einzelhandel verzeichnete einen Anstieg von über zehn Prozent. Das AMS empfiehlt, die bevorstehende Wintersaison zu nutzen, um in den tourismusgeprägten Regionen nach Arbeit zu suchen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt bleibt angespannt, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Septemberzahlen des AMS hervorgeht. Laut dem Wiener AMS ist die Zahl der in der Hauptstadt gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent auf 124.877 gestiegen.
Im selben Zeitraum sank die Zahl der Personen in Schulung um 2,9 Prozent auf 34.082. Insgesamt ergibt sich somit ein Anstieg von 4,8 Prozent. Besonders betroffen sind ältere Arbeitskräfte über 50 Jahre, deren Zahl um 7,3 Prozent zugenommen hat. Unter den unter 25-Jährigen registrierte das AMS einen Anstieg um 4,1 Prozent.
Schwieriges Umfeld für Einzelhandel
Die Branchenanalyse zeigt deutliche Unterschiede: Während die Arbeitslosigkeit im Bauwesen nur geringfügig um 1,2 Prozent anstieg, spiegelt sich die angespannte Wirtschaftslage besonders im Einzelhandel wider, wo die Zahl um 10,6 Prozent stieg. Auch in der Warenproduktion gab es mit 8,7 Prozent eine deutliche Zunahme. In der Beherbungs- und Gastronomiebranche stieg die Arbeitslosigkeit um 6,3 Prozent.
Das Wiener AMS betont, dass es Interessierte bei der Suche nach befristeten Arbeitsplätzen außerhalb der Bundeshauptstadt unterstützen wird. „Das bedeutet nicht, Wien für immer den Rücken zu kehren. Im Gegenteil: Wer solche Arbeitserfahrungen gesammelt hat, findet anschließend auch in Wien leichter einen Job.“


