Erheblicher Aufruhr um den Natterer See: Vorwurf der Umweltbeeinträchtigung gegen Betreiber Georg Giner
NATTERS. Der Betreiber des Natterer Sees, Georg Giner, musste sich kürzlich im Schwurgerichtssaal verantworten. Der Vorwurf lautete auf „Beeinträchtigung der Umwelt“ durch das Absenken des Wasserspiegels vor der Badesaison, was angeblich die Amphibienpopulation und deren Laich gefährdete. Der Richter stellte jedoch klar, dass diese Vorwürfe keineswegs als Bagatelldelikte abgetan werden können.
Anklagegrund
Die Anzeige wurde von einer als „ehrenamtliche Naturschützerin“ beschriebenen Person erstattet, die anonym bleiben wollte, jedoch keine stichhaltigen Beweise für ihre Behauptungen vorlegen konnte. Letztlich wurde Georg Giner freigesprochen, was für ihn eine Erleichterung darstellt, doch der Ärger über die Vorwürfe bleibt bestehen.
Absenkung seit 95 Jahren
„Das ist keine neue Angelegenheit“, betont Giner. Der Natterer See wurde in den Jahren 1928 bis 1930 künstlich angelegt und dient seither als Laichplatz für Amphibien. Seit 95 Jahren wird der Wasserstand regelmäßig abgesenkt, um Wartungsarbeiten durchzuführen. Giner erklärt, dass bei dieser Maßnahme das Wasser nicht komplett abgelassen wird, sondern in einem kontrollierten Prozess zum Sicherheitsschutz gereinigt wird.
Regelungen und Dokumentation
Bereits im Jahr 2011 gab es einen behördlichen Bescheid, der den Ablauf der Absenkung regelt. Der Natterer See darf bis zum 1. April jeden Jahres beliebig gesenkt werden, danach nur noch maximal 20 cm. „Diese Vorgaben werden seit Jahrzehnten korrekt umgesetzt“, führt Giner aus. Alle Abläufe sind dokumentiert, um offiziell nachzuweisen, dass die Amphibien nicht gefährdet werden.
Verärgerung über Vorwürfe
Giner zeigt sich verärgert darüber, dass gegen ihn eine Anzeige ohne Beweise erhoben wurde. Die zuständige Behörde habe ihm ohne ausreichende Beweisführung Vorwürfe gemacht, obwohl er nachweislich den gesetzlichen Vorgaben gefolgt sei. Er betont, dass die Anklage potenziell schwere Umweltvergehen mit schwerwiegenden Konsequenzen nach sich ziehen könnte.
Im Frühjahr 2025 plant die Gemeinde Natters, unter der Leitung der grünen Gemeinderätin Claudia Paganini, gemeinsam mit Giner ein Amphibienrettungsprojekt, das maßgeblich von ihm finanziell unterstützt wird.
Übersicht der Entwicklungen am Natterer See und den Umwelteinflüssen: Die Situation verdeutlicht die Notwendigkeit der Einhaltung von Umweltschutzrichtlinien und zeigt die Herausforderungen, denen sich Betreiber von künstlichen Gewässern gegenübersehen. In Anbetracht der aktuellen Diskussionen über Umweltschutz ist es wichtig, die Balance zwischen menschlichen Aktivitäten und der Erhaltung natürlicher Lebensräume zu finden.


