Die drei Unternehmen aus Tennengau bilden seit Jahren hochqualifizierte Lehrlinge aus und kennen die Bedürfnisse der jungen Arbeitnehmer genau. Darüber berichtet Welt Stimme.
SALZBURG. In Salzburg steht eine große Welle der Pensionierungen bevor. In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird laut der Wirtschaftskammer mit erheblichen Abgängen von Arbeitskräften gerechnet, insbesondere in produktionsnahen Berufen. „Die fleißige Generation geht in Pension“, äußert sich Johann Eder, Geschäftsführer von Rudimentum, zu dem auch Moldan Baustoffe in Kuchl gehört. Trotz dieser Entwicklung sieht Eder keinen Grund zur Beunruhigung, da viele Unternehmen in Salzburg bereits seit Jahren Maßnahmen ergreifen, um diesem Trend entgegenzuwirken.
Auf den Generationenmix kommt es an
„Uns stört diese Jammerei. Es stimmt, die Jungen sind nicht wie die älteren Generationen, aber das ist normal und gut so. Wir haben jedes Jahr top Lehrlinge und suchen ständig neue, um einen guten Generationenmix zu halten“, sagt Eder.
Erfolgsgeschichten aus der Lehre
Josef Wenger, Geschäftsführer von Elektro Wenger in Adnet, stimmt dem zu: „Wir haben fünf Landesmeister in der Elektrotechnik und zwei erfolgreiche Teilnahmen bei Staatsmeisterschaften, sowie fünf Lehrlinge, die bei uns zum Techniker aufgestiegen sind. Das sind Erfolgsgeschichten und zeigt, was die Jungen wollen und können.“ Auch Wenger möchte in diesem Jahr wieder zwei Lehrlinge einstellen.
Um den Sinn geht es
Robert Hasenbichler von Kälte- und Klimatechnik Hasenbichler in Golling beschreibt, was die Jugend an der Lehre interessiert: „Das Handwerk funktioniert wieder. Die Jungen mögen es, in einem Team zu arbeiten, draußen unterwegs zu sein und dass kein Tag ist, wie der andere. Auch die Kollegialität und die Jobgarantie schätzen sie sehr. Wer eine Lehre erfolgreich absolviert, findet zu hundert Prozent eine Anstellung. Das ist großartig.“
Weiterentwicklung ist möglich und erwünscht
Alle drei Unternehmer sind sich einig, dass die Lehre ihr Ansehen zurückgewonnen hat: „Die letzten Jahre der positiven Öffentlichkeitsarbeit tragen Früchte. Die Lehre wird wieder als attraktive Ausbildungsform gesehen“, sagt Johann Eder. „Die Lehre ist eine zukunftssichere Ausbildung, fordernd und lukrativ“, ergänzt Robert Hasenbichler. „Auch als Lehrling hat man Aufstiegschancen. Viele möchten sich weiterentwickeln und das ist möglich und erwünscht“, sagt Josef Wenger.


