Baubeginn für chirurgischen Komplex am Uniklinikum Graz
Am Uniklinikum Graz wurde der Baustart für die fünfte Bauetappe des Chirurgiekomplexes mit einem symbolischen Spatenstich eingeläutet. Die Erweiterung des bestehenden Zentral-OP-Bereichs umfasst den Ausbau um acht neue Operationssäle. An der Veranstaltung nahmen unter anderem Vertreter aus der Politik, der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes), der Medizinischen Universität Graz sowie Mitarbeiter des Klinikums teil. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Chirurgiekomplex am LKH Graz erfährt durch diese Maßnahme eine bedeutende Weiterentwicklung. Der bestehende Veranstaltungsbereich im D-Trakt, der 2017 in Betrieb genommen wurde, bietet derzeit 16 Operationssäle. Mit dem neuen Bau wird die Kapazität auf insgesamt 24 Operationssäle erhöht, darunter vier Standard-OPs, zwei OP-Roboter-spezifische Säle und je ein Saal mit urologischer Durchleuchtungsanlage sowie digitaler Subtraktionsangiographie (DSA). Die zusätzlichen Kapazitäten werden von verschiedenen Fachrichtungen genutzt, darunter Anästhesie und Intensivmedizin, Chirurgie, Neurochirurgie, Orthopädie und Traumatologie sowie Urologie.
Im Rahmen der Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus wird das bisher im Innenhof des Chirurgie-Altbaus untergebrachte OP-Zentrum zurückgebaut. Die bereits bestehenden Funktionsbereiche wie Schleusen, Aufwachraum, Holding Area sowie Logistik- und Versorgungszonen bleiben weiterhin in Betrieb.
Kostenpunkt 35 Millionen Euro
Der Neubau wird zweigeschossig unterkellert. Die neuen Operationssäle sowie zugehörige Sozial-, Lager- und Versorgungsbereiche entstehen im Tiefparterre und im Erdgeschoss und werden an den bestehenden OP-Bereich angebunden. Pläne sehen auch Flächen für Haustechnik und technische Gebäudeausrüstung im ersten Obergeschoss sowie im zweiten Untergeschoss vor.
Laut Aussagen der KAGes betragen die Investitionskosten für die fünfte Bauetappe etwa 35 Millionen Euro, mit einer geplanten Fertigstellung für Oktober 2028. Der Bau wird vorwiegend von Unternehmen aus der Steiermark durchgeführt.
Im Rahmen des Projekts sind auch Maßnahmen zur Energieversorgung vorgesehen, darunter der Ausbau der bestehenden Geothermieanlage um 24 Tiefensonden sowie die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf den Dächern der neuen und bestehenden Gebäude. Mit der fünften Bauetappe rückt auch das Gesamtprojekt „LKH 2020“, das mehrere Bauvorhaben am Standort umfasst, in seine Abschlussphase.


