Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Hollabrunn ist erneut gesunken, jedoch ist die Zahl der jobsuchenden Frauen über 50 Jahre gestiegen.
BEZIRK HOLLABRUNN. (Red.) Im Bezirk Hollabrunn ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Der nasskalte Februar hat jedoch wie erwartet negative Auswirkungen hinterlassen und den Saisonbeginn in zahlreichen witterungsabhängigen Branchen um mehrere Wochen verzögert. Am Ende des Monats waren 1.536 Personen arbeitslos gemeldet, was einem Anstieg um 120 Personen oder 8,5% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Bundesland Niederösterreich lag die Arbeitslosigkeit mit 55.327 Jobsuchenden zum Monatsende um 6% über dem Wert des Vorjahres im Februar. Darüber berichtet Welt Stimme.
Aktuell sind fast 60% der Arbeitslosen im Bezirk Männer (918), wobei in den kommenden Wochen mit einer weiteren Reduktion dieser Zahl zu rechnen ist. Im Gegensatz dazu liegt die Zahl der arbeitslosen Frauen bei 618, was einem Anstieg von 12% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders stark betroffen sind jobsuchende Frauen über 50 Jahre (+28,6%) und Frauen ohne österreichische Staatsbürgerschaft (+70,5%) im Vergleich zum Vorjahr.
Frauen stärker betroffen
Die schrittweise Erhöhung des Pensionsantrittsalters für Frauen hat nicht nur zu einem Anstieg der Beschäftigungszahlen, sondern auch zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. In der Altersgruppe ab 60 Jahren sind derzeit 32 Frauen im Bezirk betroffen. Es ist entscheidend, Frauen bis zum Pensionsantritt in Beschäftigung zu halten und im Falle eines Jobverlustes eine schnelle Rückkehr ins Berufsleben zu unterstützen. Dafür sollen befristete Lohnkostenförderungen für Unternehmen Anreize bieten, wenn Jobsuchende 50Plus eingestellt werden. Im Rahmen dieser Beschäftigungsinitiative sind außerdem höhere Fördersätze für die Beschäftigung von Frauen vorgesehen.
„Solange eine Gleichstellung von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt nicht erreicht ist, werden wir im AMS Niederösterreich weiterhin mehr als die Hälfte des Budgets für aktive Arbeitsmarktpolitik für Frauen reservieren“, erklärte Peter Kirchner, Leiter des AMS-Geschäftsbüros, zur Begründung dieser Vorgehensweise.
Erfreulich ist, dass die Zahl der gemeldeten offenen Stellen im Bezirk zuletzt deutlich gestiegen ist. Mit 213 Jobangeboten zum Monatsende wurde nahezu das Vorjahresniveau erreicht. Im laufenden Jahr konnten bereits 186 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt werden.


