Umsatz des Maschinenbauers Engel in Perg sinkt um sechs Prozent

Mai 8, 2026 21:24
Umsatz des Maschinenbauers Engel in Perg sinkt um sechs Prozent

Engel-Gruppe schließt Geschäftsjahr 2025/26 mit Umsatzrückgang ab

Die Engel-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro abgeschlossen, was einen Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Schwertberg beschreibt das vergangene Geschäftsjahr als geprägt von strukturellen Veränderungen in der Industrie, regionalen Unterschieden bei den Investitionsdynamiken und anhaltendem Kostendruck. Die wirtschaftliche Lage in Europa wird als „anspruchsvoll“ eingeschätzt, während die Investitionsaktivität in den USA wieder ansteigt. In Asien wird die Gesamtsituation als „solide“ beurteilt, wobei Indien als bedeutender Zukunftsmarkt identifiziert wird.

Wachstum verzeichnete besonders der Bereich technischer Spritzguss, unterstützt durch Aufträge aus den Bereichen Logistik und Aerospace. Die Medical-Sparte blieb auf hohem Niveau, während sich der Verpackungsbereich zurückhaltend entwickelte.

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, befindet sich Engel in einer geplanten internen Transformation. In den kommenden Jahren sollen 10 bis 15 Prozent der Stellen im Angestelltenbereich wegfallen, und Teile der Produktion werden von Österreich nach Osteuropa verlagert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in den Werken in China und Korea rund 1.700 Spritzgießmaschinen produziert. Diese Produktion unterstützt die Umsetzung der „Zweimarkenstrategie“, die maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen vorsieht. Zugleich gewinnen Wintec-Maschinen für Standardanwendungen an Bedeutung.

Zusätzlich zur eigenen Transformation betont Engel die Notwendigkeit einer stabilen Industriepolitik in Europa. CEO Stefan Engleder hebt hervor, dass faire Wettbewerbsbedingungen erforderlich seien, um industrielle Investitionen planbar zu gestalten.

Einordnung

Die Engel-Gruppe reagiert auf die Herausforderungen in der Industrie durch strukturelle Anpassungen und Standortverlagerungen. Diese Veränderungen sind entscheidend für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Die Entwicklung kann zu einer stärkeren Positionierung in Wachstumsregionen führen.

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