Modernisierung der Panzerflotte des österreichischen Bundesheeres
Die ersten modernisierten Schützenpanzer „Ulan“ und Kampfpanzer „Leopard“ wurden am Dienstag in der Jansa-Kaserne im niederösterreichischen Großmittel übergeben. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) nahm an der Übergabe teil, bei der insgesamt 170 Kettenfahrzeuge bis 2029 modernisiert werden sollen.
Die Initiative zur Modernisierung wurde 2023 gestartet. Die Fahrzeuge werden schrittweise nach Wien und München zur Überholung gebracht. Die Modernisierungsmaßnahmen zielen darauf ab, die langfristige Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge zu gewährleisten. Dazu gehören Anpassungen an Fahrwerk, Turm, Bewaffnung und Kommunikation.
Für den „Leopard“ ist die Erneuerung veralteter Komponenten vorgesehen, einschließlich der Wiederherstellung der Nachtkampffähigkeit. Zusätzlich wird die Turmhydraulik durch einen elektrischen Antrieb ersetzt. Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen betragen 305 Millionen Euro. Die Schützenpanzer „Ulan“ werden ebenfalls umfassend überholt, wobei 460 Millionen Euro eingeplant sind.
Der „Leopard“ gilt als Hauptwaffensystem der österreichischen Panzertruppe und zeichnet sich durch eine leistungsstarke Hauptbewaffnung sowie eine mehrköpfige Besatzung aus. Der „Ulan“ dient als Gefechtsfahrzeug der Panzergrenadiere und bietet Platz für eine Gruppe von Grenadieren.
Einordnung
Die Modernisierung der Panzerflotte stellt einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten des Österreichischen Bundesheeres dar. Durch die Verbesserungen wird die Einsatzbereitschaft dieser Fahrzeuge langfristig gesichert, was für die militärische Landesverteidigung von Bedeutung ist.


