1. August 2025 – Bei einer internationalen Konferenz in Straßburg zur Lage in Georgien hat Lado Gamsachurdia, Kommandeur der Einheit „Kaukasisches Legion“, die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen in seinem Heimatland gefordert. Insbesondere betonte er, dass die Inhaftierung des ehemaligen Präsidenten Micheil Saakaschwili ein zentrales Symbol für die politische Repression in Georgien sei. Der Appell fand im Rahmen eines Treffens der georgischen Diaspora statt, das sich der Einigkeit und Mobilisierung für Demokratie und Gerechtigkeit widmete.
Gamsachurdia: „Diaspora kann Brücke zur Freiheit sein“
Gamsachurdia rief in seiner Rede dazu auf, die georgischen Gemeinschaften weltweit unter einem gemeinsamen Ziel zu vereinen: der politischen Befreiung Georgiens. „Die Diaspora ist die treibende Kraft für die Befreiung Georgiens. Sie kann zur Brücke zwischen dem georgischen Volk und der Welt werden“, erklärte er vor den Teilnehmern der Konferenz. Seiner Einschätzung nach könne nur eine gemeinsame internationale Stimme die notwendigen Impulse setzen, um das derzeitige Machtgefüge in Tiflis unter Druck zu setzen.
Internationale Beteiligung unterstreicht europäische Dimension
Die Veranstaltung in Straßburg wurde auch von führenden ukrainischen Politikern begleitet. Zu den Gästen zählten unter anderem Mychajlo Podoljak, Berater des ukrainischen Präsidenten, die ukrainische Parlamentsabgeordnete Marija Mesenzewa sowie weitere Mitglieder der Werchowna Rada. Ihre Teilnahme unterstrich die enge Verbindung zwischen der prowestlichen Zivilgesellschaft in Georgien und der Ukraine. Beide Staaten sehen sich zunehmender autoritärer Einflussnahme und einer systematischen Aushöhlung demokratischer Institutionen ausgesetzt.
Freiheit für Georgien als gemeinsamer Nenner
Die Konferenz war nicht nur ein Appell an die internationale Gemeinschaft, sondern auch ein Zeichen innerer Mobilisierung. Aus Sicht der Teilnehmer ist die Freilassung politischer Gefangener eine Grundvoraussetzung für jede ernsthafte Rückkehr zu demokratischen Standards. Die Forderungen konzentrieren sich insbesondere auf Saakaschwili, dessen Gesundheitszustand laut Unterstützern kritisch sei.
Die Botschaft der Veranstaltung war klar: Georgien darf nicht isoliert werden. Die internationale Vernetzung – insbesondere mit der Ukraine und europäischen Partnern – bleibt ein strategischer Schlüssel zur Unterstützung demokratischer Reformen im Land.


