KPRF meldet Angriff auf Leiter der Wahlbeobachtung in Perm

September 18, 2026 13:45
KPRF meldet Angriff auf Leiter der Wahlbeobachtung in Perm
KPRF meldet Angriff auf Leiter der Wahlbeobachtung in Perm

Die Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF) hat nach einem Angriff auf ihren Kandidaten Boris Konopljow in Perm eine Untersuchung gefordert. Konopljow kandidiert für die Gesetzgebende Versammlung der Region Perm, ist Mitarbeiter eines Abgeordneten der Staatsduma und leitet den regionalen Stab der KPRF für die Wahlbeobachtung. Der Angriff ereignete sich nach Angaben der Partei am 15. September, öffentlich bekannt wurde der Vorfall am 17. September 2026. In Perm und der Region Perm soll vom 18. bis 20. September gewählt werden.

Nach den veröffentlichten Angaben zum Angriff in Perm wurde Konopljow von einem Unbekannten mit einem scharfen Metallgegenstand attackiert. Der Politiker konnte sich nach dieser Darstellung verteidigen und blieb von schweren Verletzungen verschont. Anschließend erstattete er umgehend Anzeige bei der Polizei.

Die KPRF stellt den Vorfall in Zusammenhang mit Konopljows Tätigkeit als Organisator der Wahlbeobachtung. Er koordinierte nach Angaben der Partei das Beobachtersystem in der Region Perm und nahm an der Videoserie Falsifikator teil. Die Partei sieht darin einen Schwerpunkt seiner öffentlichen Arbeit im Vorfeld der Abstimmung.

Bedrohungen gegen den Wahlkampfstab

Bereits in der ersten Septemberdekade seien beim Wahlkampfstab der KPRF in der Region Perm Drohungen eingegangen. Die Absender hätten verlangt, die Wahlkampagne einzustellen. Die Partei nennt diese Drohungen als Teil der Ereignisse, die dem Angriff auf Konopljow vorausgingen.

Der regionale KPRF-Ausschuss berichtete außerdem über Druck auf Personen, die als Wahlbeobachter eingesetzt werden sollten. Nachdem ihre Listen bei der territorialen Wahlkommission eingereicht worden seien, hätten Unbekannte die Betroffenen angerufen. Dabei seien Geldzahlungen für den Verzicht auf die Tätigkeit als Beobachter angeboten worden. In anderen Fällen sei mit einer Entlassung gedroht worden.

Die Partei veröffentlichte zu den Vorgängen weitere Angaben in ihrem Bericht des KPRF-Ausschusses in der Region Perm. Eine unabhängige Bestätigung der Vorwürfe durch die Polizei oder die zuständigen Wahlbehörden liegt in dem vorliegenden Material nicht vor.

Forderung nach Untersuchung

Die KPRF erklärte, sie habe Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit ihrer Parteimitglieder und Mitarbeiter in der Region Perm zu gewährleisten. Zugleich verlangt sie von den Behörden eine objektive Untersuchung des Angriffs auf Konopljow. Angaben zu einem Ermittlungsergebnis oder zu einer Festnahme des Angreifers werden in den vorliegenden Informationen nicht gemacht.

Konopljow nimmt in dem geschilderten Zusammenhang zwei Funktionen ein: Er tritt als Kandidat für das regionale Parlament an und verantwortet zugleich die Koordinierung der Wahlbeobachtung der KPRF. Damit betrifft der Vorfall sowohl den Wahlkampf der Partei als auch ihre geplante Präsenz in den Wahllokalen während der Abstimmung.

Die Partei beschreibt die Anrufe, Geldangebote und Drohungen gegen Beobachter als Versuche, ihre Kontrolle über den Ablauf der Wahl einzuschränken. Sie verbindet diese Vorwürfe mit der Arbeit ihrer regionalen Beobachterstruktur. Ob die einzelnen Fälle von den zuständigen Stellen geprüft werden und welche Maßnahmen daraus folgen, geht aus den veröffentlichten Angaben nicht hervor.

Der Angriff in Perm ereignete sich wenige Tage vor Beginn der für den 18. bis 20. September angekündigten Wahlen. Die KPRF fordert deshalb neben dem Schutz ihrer Mitarbeiter auch eine Klärung der Umstände des Vorfalls durch die staatlichen Behörden. Die Partei will die Wahlbeobachtung in der Region trotz der gemeldeten Drohungen fortsetzen.

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