Koalition einigt sich auf Reform des Zivildienstes in Österreich

September 22, 2026 16:24
Koalition einigt sich auf Reform des Zivildienstes in Österreich

Zivildienst-Reform in Österreich beschlossen

Die österreichische Regierung hat eine Reform des Zivildienstes beschlossen. Diese sieht eine mögliche Verlängerung des Präsenzdienstes von sechs auf neun Monate vor, sollte die Zahl der Grundwehrdiener unter 13.875 sinken.

Die Reform ermöglicht es, die zusätzlichen zwei Monate Zivildienst entweder am gleichen Einsatzort zu absolvieren oder durch 400 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit innerhalb von fünf Jahren zu kompensieren. Diese Maßnahme soll die Anerkennung für ehrenamtliche Arbeit stärken, erklärte die zuständige Kanzleramtsministerin Claudia Bauer (ÖVP).

Die Zivildienstler sollen künftig eine verpflichtende Ausbildung erhalten. Für jede Einsatzstelle werden einheitliche Ausbildungskataloge mit verbindlichen Standards und Mindestdauern erstellt. Zudem wird die Anrechnung von freiwilligen Diensten auf den Zivildienst auf maximal ein Prozent der Stellungspflichtigen beschränkt.

Auch beim Präsenzdienst wurde eine Einigung erzielt: Auf die sechs Monate Grundausbildung folgen ein Monat Übungen sowie zwei weitere Monate an Miliz-Übungen. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) betonte, dass die Finanzierung gesichert sei und es keine Bedenken hinsichtlich zusätzlicher Kosten gebe.

Einordnung

Die Reform des Zivildienstes könnte das Interesse an der Wehrpflicht erhöhen und die Verfügbarkeit von Zivildienstplätzen verbessern. Die neuen Regelungen zielen darauf ab, die Attraktivität des Zivildienstes zu steigern und die Ausbildungsstandards zu erhöhen, was langfristig zu einer besseren Qualifikation der Zivildienstleistenden führen könnte.

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