Österreichs Außenministerin betont die Bedeutung transatlantischer Partnerschaft in Washington

Juli 27, 2025 16:06
Österreichs Außenministerin betont die Bedeutung transatlantischer Partnerschaft in Washington

Die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat sich zu einem kurzen Besuch in Washington DC begeben, um wichtige Gespräche mit ihrem US-Amtskollegen Marco Rubio zu führen. Bei der Begegnung im „Treaty Room“ des US-Außenministeriums äußerte Rubio sein Entgegenkommen, während Fragen zur aktuellen US-Politik von amerikanischen Journalisten ignoriert wurden.

Der überraschende Besuch, nachdem eine Einladung von Rubio kurz zuvor eingegangen war, verdeutlicht das angespannte Verhältnis zwischen Österreich und den USA, gerade unter der Trump-Administration. „Wir hatten bereits ein sehr gutes Telefonat und haben uns am Rande der Papst-Amtseinführung in Rom getroffen“, erklärte Meinl-Reisinger.

Auf dem Themenzettel der Ministerin stand insbesondere die Notwendigkeit eines starken transatlantischen Handels. „Ich kann die Position ‚Amerika zuerst‘ nachvollziehen, aber ‚Amerika allein‘ nicht“, betonte sie und äußerte sich optimistisch zu den Verhandlungen im Zollstreit zwischen der Europäischen Union und den USA. Es sei wichtig, bald eine Einigung zu erzielen, da die Wirtschaft beider Länder Stabilität benötige.

Meinl-Reisingers Treffen mit Rubio war von einer produktiven Atmosphäre geprägt. Trotz Unstimmigkeiten im Zollbereich sind beide Seiten zuversichtlich, gemeinsame Interessen zu finden. „Ohne die Amerikaner wären wir nicht da, wo wir sind“, sagte die Ministerin und verwies auf die historischen Verbindungen zwischen Österreich und den USA seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Weiterhin interpretierte die Ministerin die aktuelle US-Außenpolitik als einen „Weckruf“ für Europa, um mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit zu übernehmen. Nach dem Gespräch äußerte Meinl-Reisinger ihre Hoffnung, dass Rubio zu einem kulturellen Ereignis, dem Wiener Opernball, eingeladen wird.

Zusätzlich zu ihrem offiziellen Termin dokumentierte die Ministerin ihre frühe Laufrunde durch Washington mit einem T-Shirt, auf dem für Österreichs Bewerbung um einen Platz im UN-Sicherheitsrat geworben wurde. „Dafür kann man nicht genug Werbung machen“, bemerkte sie, bevor sie zu weiteren politischen Gesprächen eilte.

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