Hohe Wiederholungsquote bei Schülern in Österreich
In Österreich mussten 2025 deutlich mehr Jugendliche im Verlauf ihrer Schulzeit eine Klasse wiederholen als in den meisten anderen Industriestaaten. Laut der PISA-Studie gaben 18 Prozent der 15-Jährigen an, bereits mindestens einmal sitzengeblieben zu sein, während dieser Wert an Brennpunktschulen sogar 36 Prozent betrug.
Ein hoher Anteil an Repetenten zeigte sich insbesondere bei Schülern aus einkommensschwachen Familien oder aus dem Ausland, wo 28 bzw. 30 Prozent der Schüler sitzenblieben. Dagegen gab es unter Jugendlichen aus wohlhabenden Akademikerfamilien, in Privatschulen und ländlichen Regionen lediglich etwa zehn Prozent Sitzenbleiber. Zwischen 2012 und 2025 stieg der Anteil der Repetenten in Österreich von 12 auf 18 Prozent, während sich der OECD-Durchschnitt im gleichen Zeitraum von 14 auf 11 Prozent verringerte.
Einordnung
Der Anstieg der Wiederholungsquote in Österreich weist auf ein Problem im Bildungssystem hin, insbesondere für sozial benachteiligte Gruppen. Diese Situation könnte langfristig negative Auswirkungen auf die schulischen Leistungen und Bildungswege der betroffenen Schüler haben.


