Der US-Präsident Donald Trump erwägt den Einsatz von Kriegsschiffen zum Schutz von Öltankern in der Straße von Hormus. Hintergrund sind jüngste Blockadeaktionen des Iran in der strategisch wichtigen Wasserstraße. Experten bewerten diese Pläne als äußerst riskant und warnen vor einer militärischen Eskalation.
Geografische Nachteile begünstigen Angriffe
Die enge Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman stellt ein besonderes Sicherheitsrisiko dar. Iranische Kräfte kontrollieren die nördliche Seite der Meerenge von erhöhten Positionen aus. Diese geografische Überlegenheit ermöglicht verschiedenste Angriffsszenarien, von Drohnen bis zu Raketen.
„Weil sie vom Ufer aus angreifen können… bleibt einfach nicht genug Reaktionszeit, um das Eindringen von Geschossen in Schiffe zu verhindern“, analysiert Rosemary Kelanic, Direktorin des Nahost-Programms bei Defense Priorities. Die Expertin bezeichnet die mögliche Mission als „sehr gefährlich“.
Vitaler Handelsweg mit historischen Spannungen
Seit Beginn der jüngsten Spannungen im Persischen Golf wurden mindestens 17 Angriffe auf Schiffe in der Region registriert. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl weltweit – etwa 20 Prozent des globalen Ölvolumens passieren die schmale Passage.
Internationale Beteiligung ungewiss
Trump hat andere Länder aufgefordert, sich der potenziellen Geleitmission anzuschließen. Die internationale Reaktion auf diesen Vorstoß bleibt jedoch abwartend. Sicherheitsexperten betonen, dass jede militärische Präsenz in dem Gebiet die ohnehin angespannte Lage weiter verschärfen könnte.


