Van der Bellen sagt Teilnahme an Weltklimakonferenz in Belém wegen hoher Kosten ab

August 4, 2025 22:45
Van der Bellen sagt Teilnahme an Weltklimakonferenz in Belém wegen hoher Kosten ab

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat seine Teilnahme an der kommenden Weltklimakonferenz (COP-30) im November in Belém, Brasilien, abgesagt. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit den „aus logistischen Gründen diesmal besonders hohen Kosten“ für seine Teilnahme und die Delegation, während gleichzeitig die Notwendigkeit zur „Budgetkonsolidierung“ betont wird, die von allen öffentlichen Stellen Einsparungen verlangt.

Belém, eine Stadt mit über 1,5 Millionen Einwohnern, ist an der Mündung des Amazonas angesiedelt und verfügt über einen Flughafen mit Verbindungen zu internationalen Zielorten. Dennoch haben die extrem begrenzten Hotelkapazitäten und exorbitanten Übernachtungskosten dazu geführt, dass auch viele internationale Nichtregierungsorganisationen von einer Reise nach Belém Abstand nehmen. Die Stadt bietet lediglich 18.000 Betten, während die letzte Konferenz in Dubai 65.000 Teilnehmer verzeichnete. Laut Berichten würden die Übernachtungskosten bis zu 2000 Dollar pro Nacht betragen, was auch von afrikanischen Staaten als problematisch angesehen wird.

Kreuzfahrtschiffe und Stundenhotels

Die brasilianische Regierung hat in der Zwischenzeit zwei Kreuzfahrtschiffe für die Konferenz angefordert, doch dort würden sich die Kosten für die 17-tägige Konferenz auf 3200 Dollar pro Nacht belaufen. Zudem haben auch Stundenhotels ihre Angebote für die Konferenzteilnehmer geöffnet. Van der Bellen hätte traditionell nur an der Eröffnung der Konferenz teilgenommen; die eigentlichen Verhandlungen werden in der Regel von den Umweltministern geleitet. Klimaschutzminister Norbert Totschnig wird die österreichischen Interessen in Belém vertreten.

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