Im Bezirk Waidhofen/Thaya unterstützt die Politik laut dem Artikel mehrheitlich die Initiative zur Fortsetzung des vom Aus bedrohten Notarztprojekts NEF-141 in Raabs, das mit 1. April 2027 eingestellt werden soll.
Im Rahmen des NÖ Gesundheitsplans 2040+ soll die Zahl der Notarzt-Standorte von derzeit 32 auf 21 reduziert werden. Betroffen wäre damit auch der Stützpunkt in Raabs, der zu Nachtzeiten derzeit ein großes Gebiet abdeckt.
Die Initiative „NEF 141 Raabs“ fordert deshalb eine Sonderbetrachtung und die Weiterführung als „NEF 141 Raabs“ in Form eines „Pilotprojekt 3.0“.
Bürgermeister Franz Fischer sagte, er und die Stadtgemeinde Raabs hätten gemeinsam mit Karlheinz Schmidt mehrmals beim Land NÖ interveniert, um die Streichung zu verhindern. Man habe zugesagt bekommen, dass es keine Verschlechterung und gleichwertige Ersatzlösungen geben werde.
„Natürlich trifft uns die Streichung unseres NEF-Standortes hart, auch deshalb, weil es ein Pilotprojekt war. Ich persönlich bzw. wir als Stadtgemeinde Raabs haben gemeinsam mit Karlheinz Schmidt mehrmals beim Land NÖ interveniert, um dies zu verhindern“, sagte Fischer laut dem Artikel.
SPÖ-Bezirksvorsitzender Christian Kopecek unterstützt die Initiative vollinhaltlich und warnt vor einer einschneidenden Verschlechterung der notärztlichen Versorgung in der Region. Er verwies dabei auf längere Versorgungswege und -zeiten und begrüßte den Vorschlag, den Stützpunkt als „NEF 141 RAABS 3.0“ fortzuführen.
Auch Martin Litschauer von den Grünen sprach sich für eine Sonderbetrachtung des Projekts aus und kündigte Unterstützung für die Initiative an. Er verwies darauf, dass die Erreichbarkeit im Waldviertel immer wieder unterschätzt werde.
Aus der FPÖ kam Kritik an den Gemeinden: Bezirksparteiobmann Gottfried Waldhäusl sagte, von den Bürgermeistern sei bislang nichts gekommen, um das Modell zu erhalten. Anette Töpfl wiederum erklärte, sie habe Vertrauen in den Gesundheitsplan 2040+ und in die Rettungsorganisationen, die Umstellungsschritte mit Hausverstand durchzuführen.


