Floridsdorf hat einen Entwurf für eine neue Flächenwidmung vorgelegt, um die zunehmende Verbauung in der Nordrandsiedlung einzudämmen und den Charakter des Gebiets zu erhalten.
Die Nordrandsiedlung rund um die Achengasse wird als Siedlung mit Einfamilienhäusern, viel Grün und angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen beschrieben. Der Bezirk sagt, kommerzielle Entwickler hätten dort Häuser aufgekauft, abgerissen, die Grundstücke geteilt und anschließend mehrgeschoßige Wohnbauten errichtet.
Dieter Preinerstorfer (SPÖ), Vorsitzender des Bauausschusses im 21. Bezirk, hält das für eine Gefährdung der gewachsenen Struktur. Er sagte: „Das zerstört nachhaltig die historisch gewachsene Siedlungsstruktur“ und formulierte als Ziel: „Siedlungsgebiet muss Siedlungsgebiet bleiben!“
Der bei der Stadt Wien unter der Nummer 8468 eingereichte Plan sieht Begrenzungen für die maximale Bebauung und eine Mindestgrundstücksgröße vor, um weitere Teilungen zu verhindern. Vorgesehen sind demnach mindestens 400 Quadratmeter pro Parzelle sowie eine Dachhöhenbeschränkung auf zweieinhalb Meter.
In dem Gebiet südlich der Achengasse waren nach Bürgerbeteiligung bereits 2021 ähnliche Einschränkungen umgesetzt worden. Preinerstorfer bezeichnete das als ein erstmals in Wien gelungenes Rückwidmungsprojekt; der entsprechende Schritt hatte nach Angaben des Bezirks große Bauvorhaben in den nördlichen Teil der Siedlung verlagert.
Der neue Entwurf soll die Siedlungsstruktur im gesamten Bereich schützen. Bereits im Bau befindliche Projekte wären von der neuen Widmung ausgenommen. Einsehbar ist der Entwurf online; Stellungnahmen und Einwendungen sind noch bis 29. Oktober möglich.


