Die Wiener Berufsfeuerwehr beobachtet nach eigenen Angaben seit Jahren zunehmend Einsätze, bei denen Akkus auffällig reagieren oder Brände auslösen. Konkrete Zahlen zu tatsächlich auf defekte oder reagierende Akkus zurückzuführenden Einsätzen nennt die Feuerwehr allerdings nicht.
Als Grund verweist sie darauf, dass die Brandursachenermittlung häufig erst nach den Löscharbeiten beginnt und in vielen Fällen erst später abgeschlossen wird. Deshalb bleibe die konkrete Ursache bei zahlreichen Einsätzen zunächst oder auch dauerhaft unklar, sagte die Berufsfeuerwehr gegenüber MeinBezirk.
Nach Darstellung der Florianis betrifft das Problem verschiedene Bereiche, vom privaten Haushalt über Gewerbebetriebe bis hin zu Müllentsorgungsbetrieben. Die Feuerwehr warnt, dass beschädigte oder fehlerhaft verwendete Akkus gefährliche Situationen oder Brände verursachen können.
Bei übermäßiger oder plötzlich zunehmender Erwärmung rät die Feuerwehr, den Akku wenn gefahrlos möglich von der Spannungsversorgung zu trennen, gut zu belüften, auf eine nicht brennbare Unterlage zu legen und weiter zu beobachten. Bläht sich ein Akku auf oder entweichen Gase, sieht die Feuerwehr Gefahr im Verzug.
Auch die Entsorgung spielt nach Angaben der Feuerwehr eine Rolle. Batterien und Akkus gehörten nicht in den Restmüll oder andere Abfallbehälter, sondern zunächst in den Handel; wenn das nicht möglich ist, können alte Batterien, Lithium-Akkus und Geräte mit eingebauten Akkus bei Wiener Mistplätzen und Problemstoffsammelstellen kostenlos abgegeben werden.
Für kleinere Geräte unter einem halben Kilo empfiehlt die Feuerwehr, einen reagierenden Akku, sofern man es sich zutraut, in einen Kübel oder Topf mit Wasser zur Abkühlung zu geben. Nach 24 Stunden können diese kleinen Akkus bei der MA 48 abgegeben werden; größere Modelle über einem halben Kilogramm sollen, wenn überhaupt noch möglich, ins Freie gebracht und die Feuerwehr sofort unter 122 verständigt werden.
Im Artikel wird auch auf Informationsangebote wie hermitleer.at und die Aktionswoche gegen Batteriebrände von 12. bis 17. Oktober hingewiesen.


