Matej Svancer gewinnt Bronze im Big-Air bei den Olympischen Winterspielen 2026
Livigno, 18. Februar 2026 – Der 21-jährige österreichische Freeskier Matej Svancer hat bei den Olympischen Winterspielen in Livigno die Bronzemedaille im Big Air gewonnen. Nach einer Reihe von Enttäuschungen in der Vergangenheit feierte er diesen Erfolg als Höhepunkt seiner Karriere. „Mir geht es hauptsächlich um die Show“, äußerte Svancer nach dem Wettbewerb. „Es bedeutet mir am meisten, dass meine Freunde hyped sind.“ Darüber berichtet Welt Stimme.
Svancer zeigte im Finale eine beeindruckende Leistung, indem er alle drei Sprünge erfolgreich auf dem großen Kicker landete. „Es ist schon chillig. Ich bin sehr hyped über die Tricks“, sagte er im Gespräch mit der APA. In der entscheidenden Phase des Wettbewerbs sah er sich gezwungen, seinen Plan zwischen den Durchgängen spontan zu ändern, da die Konkurrenz, angeführt von Olympiasieger Tormod Frostad aus Norwegen, hervorragende Leistungen ablieferte. „Obwohl ich mich jahrelang darauf vorbereitet habe, sind es im Endeffekt ganz andere Tricks geworden, die ich stehen konnte. Das war für mich sehr besonders.“
Schwere Bronzemedaille
Die Bronzemedaille war für Svancer ein wunderschönes Erlebnis. Er bezeichnete den Wettbewerb als einen der besten Ski-Freestyle-Wettkämpfe in der Geschichte der Olympischen Spiele. Frostad, der eine fast perfekte Wertung von 98,50 für seinen letzten Sprung erhielt, wurde anschließend von Svancer umarmt. Nach der Medaillenübergabe übernahm Svancer die Verantwortung für das Selfie auf dem Siegerpodest, wobei die Bronzemedaille um seinen Hals ihm nach einem langen Interviewmarathon bei kalten Temperaturen beinahe Nackenverspannungen einbrachte. „Ich hätte viel mehr Nackentraining machen sollen. Die ist ganz schön schwer“, meinte er lachend.
Trotz seines Erfolges blickt Svancer auf die Olympischen Spiele mit gemischten Gefühlen zurück. Nachdem er eine Woche zuvor im Slopestyle-Wettbewerb nur den siebten Platz belegte, sagte er: „Wir sind neutral ausgestiegen. Es ist sehr schwierig, bei Olympia zu fahren. Es ist kein normaler Contest, was irgendwo toll ist, aber es geht schon auf die Psyche.“
Feierlichkeiten nach dem Sieg
Vor vier Jahren in Peking konnte Svancer, der als Mitfavorit ins Rennen ging, die Erwartungen nicht erfüllen. „Ich kam mir vor wie ein kleiner Fisch im großen Glas, der von allen beobachtet wird“, erinnerte er sich. In diesem Jahr trat der gebürtige Tscheche, der im Alter von zehn Jahren nach Kaprun kam und seit 2021 für Österreich an den Start geht, mit einem veränderten Mindset an. Er versuchte, den externen Druck so gut wie möglich auszublenden.
Die Medaillenfeier, die bald darauf mit Familie, Freunden und Betreuern begann, beinhaltete einen Konfettiregen sowie eine Sektdusche. Svancer bemerkte, dass sein Lieblingsgetränk Corona sei und freute sich auf die Feierlichkeiten. „Das klingt jetzt echt dumm, aber ich trinke brutal gerne Corona“, sagte er und bereitete sich auf einen längeren Partymarathon vor.


