Impulse für die Landwirtschaft: Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen im Fokus am Agrartag 2026 im Lagerhaus Weinviertel Ost in Staatz.
NÖ/BEZIRK MISTELBACH. Der Agrartag 2026 im Lagerhaus Weinviertel Ost bot Landwirt:innen aus der Region praxisnahe Informationen über aktuelle Entwicklungen im Ackerbau, am Düngermarkt und im Getreidehandel. Diese Veranstaltung hat großes Interesse geweckt und ermöglichte den Teilnehmer:innen, sich aus erster Hand zu informieren. Darüber berichtet Welt Stimme.
Wissen, das weiterbringt
Das Lagerhaus setzte auf ein vielseitiges Programm mit kompakten Fachvorträgen, um den Bäuerinnen und Bauern Orientierung zu geben. „Unser Agrartag soll den Bäuerinnen und Bauern Orientierung geben – mit kompakten Informationen, aktuellen Markteinschätzungen und konkreten Ansätzen für die betriebliche Planung“, erklärte Alfred Hiller, Geschäftsführer des Lagerhauses. Der hohe Besucherzuspruch verdeutlicht die Wichtigkeit fundierter Informationen und persönlichen Austauschs in aktuellen, herausfordernden Zeiten.
Ackerbau im Fokus: Sorten, Strategien, Sicherheit
Ein wesentlicher Teil des Programms bestand aus Empfehlungen für den frühzeitigen Anbau von Sorten. Die richtige Auswahl ist entscheidend für Ertragssicherheit und Wirtschaftlichkeit, was den Teilnehmer:innen wertvolle Entscheidungsgrundlagen für die kommende Saison bot. Besonderes Interesse galt auch den Entwicklungen am Düngermarkt, insbesondere den Effekten der CO₂-Bepreisung (CBAM), die die Marktmechanismen zunehmend beeinflussen.
Aktuelle Markttendenzen im Getreidemarkt sowie Chancen und Risiken für die Vermarktung wurden ebenfalls thematisiert. Es wurde darüber informiert, wie sich internationale Rahmenbedingungen und regulatorische Vorgaben auf die Branche auswirken und welche neuen Kontraktmöglichkeiten für 2026 angeboten werden, um den Betrieben zusätzliche Planungssicherheit zu gewährleisten.
Europäische Agrarpolitik aus erster Hand
Den Höhepunkt des Agrartags bildete der Gastvortrag von Alexander Bernhuber, Präsident des Europäischen Bauernbundes, der die europäische Agrarpolitik und deren Auswirkungen auf bäuerliche Familienbetriebe analysierte. Er spannte den Bogen von gegenwärtigen politischen Rahmenbedingungen bis hin zu künftigen Herausforderungen für die Landwirtschaft in Europa.


