IPPC-Anlagen (Integrated Pollution Prevention and Control) sind besonders umweltrelevante Industrie-, Tierhaltungs- und Abfallbehandlungsanlagen, die unter die Industrieemissions-Richtlinie fallen. Im Bezirk Rohrbach gibt es aktuell drei IPPC-Anlagen: eine in Stollnberg und zwei in Unterhart. Darüber berichtet Welt Stimme.
ROHRBACH. Für diese Anlagen gelten strenge Vorgaben zur Genehmigung, zum Betrieb, zur Überwachung und zur Stilllegung. Nach dem aktuellen Umweltinspektionsprogramm 2023–2025 gibt es in Oberösterreich 206 IPPC-Anlagen – im Bezirk Rohrbach drei. Oberösterreich ist damit nach Niederösterreich und vor der Steiermark das Bundesland mit den zweitmeisten IPPC-Anlagen. Diese Anlagen unterliegen besonders strengen Genehmigungs- und Änderungsverfahren, die verpflichtende Öffentlichkeitsbeteiligung und die Parteienstellung von Umweltorganisationen einschließen.
Messwerte deutlich verbessert
Die Betreiber von IPPC-Anlagen sind verpflichtet, die besten verfügbaren Techniken anzuwenden. Die Anlagen werden regelmäßig kontrolliert, wobei unter anderem Luft, Wasser, Abfall, Lärm und Boden geprüft werden. Nach jeder Inspektion wird ein Umweltinspektionsbericht erstellt und veröffentlicht. „Strenge Auflagen für besonders umweltrelevante Anlagen sind wichtig, damit wir auch in Zukunft in einer lebenswerten Heimat leben können. Dass die Messwerte von Wasser- oder Luftqualität sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert haben, liegt an strikten Vorgaben und regelmäßigen Kontrollen“, erklärt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.
Eine vollständige Auflistung der Anlagen und die Umweltinspektionsberichte sind auf der Webseite abrufbar.


