Erntedank in der Südoststeiermark: Region feiert gute Ernte trotz wetterbedingter Unterschiede

Oktober 3, 2025 20:42
Erntedank in der Südoststeiermark: Region feiert gute Ernte trotz wetterbedingter Unterschiede

In der Südoststeiermark wird erneut das Erntedankfest gefeiert, und die Landwirte ziehen Bilanz. Die Landwirtschaftskammer Südoststeiermark berichtet über regional unterschiedliche Ernteergebnisse, die durch Wetterkapriolen beeinflusst wurden. Trotz dieser Herausforderungen kann sich der Bezirk über eine insgesamt gute Ernte freuen. Darüber berichtet Welt Stimme.

SÜDOSTSTEIERMARK. Hohe Erträge bei Mais und Soja, eine hervorragende Kürbisernte und ein Rückgang der heimischen Käferbohne prägen die Ergebnisse des Erntejahres 2025 in der Südoststeiermark. Die Ernte wird als Erfolg gewertet, was Obmann Franz Uller von der Landwirtschaftskammer Südoststeiermark bestätigt.

Erntebilanz unterschiedlich

Die Erntebilanz in der Südoststeiermark zeigt in diesem Jahr erhebliche Unterschiede. Die vergleichsweise kurze Distanz von weniger als 100 Kilometer zwischen den nördlichen Bezirksgrenzen und der slowenischen Grenze führt zu stark variierenden Erträgen. Während im Raabtal die Maisernte über dem jahresdurchschnittlichen Niveau liegt, leiden die Landwirte im Süden unter den Folgen von Hitze und Trockenheit, die sogar zu Totalausfällen führen.

Rückgang der Käferbohne

Die Anbauflächen für Körnermais stiegen 2025 um fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit nahezu 14.000 Hektar bleibt Mais die Hauptkultur der Region, gefolgt von Soja mit etwa 10 Prozent. Der Anbau von Mais und Käferbohne zeigt Mängel, da er extrem empfindlich auf Hitzeperioden reagiert. Der Rückgang der Käferbohne ist signifikant; die Anbaufläche sank von 360 Hektar im Jahr 2017 auf lediglich 158 Hektar im Jahr 2025, was einen Rückgang von über 40 Prozent bedeutet.

Zunehmende Wetterkapriolen

„Diese extremen Wetterereignisse sind ein deutliches Zeichen des menschengemachten Klimawandels“, erklärt LAbg. Franz Fartek, der ebenfalls eine außergewöhnliche Kürbisernte einfuhr. Im landesweiten Durchschnitt ist die Ernte von Kürbissen jedoch unterdurchschnittlich ausgefallen. Die Anbauflächen für Ölkürbisse sind um rund 10 Prozent im Vergleich zu 2024 zurückgegangen, und erstmalig seit über zehn Jahren liegt die Anbaufläche in der Südoststeiermark unter der 2.000-Hektar-Marke.

Innovative neue Ansätze

Die Landwirtschaft steht vor einem klima- und strukturellen Wandel, der innovative Ansätze fördert. Dazu gehören die Veredelung von Soja und der Anbau spezieller Kulturen, sowohl im Ackerbau als auch im Gemüse- und Obstbau, wie etwa Kiwi und Oliven.

Plakate zum Erntedank

„Trotz aller Herausforderungen können wir 2025 im Bezirk eine gute Erntebilanz ziehen“, fasst Franz Uller zusammen. Um das Hochamt in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, planen Fartek und Uller eine Plakatkampagne, die die „vielfältigste Landwirtschaft Österreichs“ präsentieren soll.

Warum Dankbarkeit gut tut

„Trotz modernster Technik sind wir immer noch abhängig von äußeren Einflüssen“, reflektiert ÖVP-Abgeordneter und Agrarsprecher der Steiermark, Franz Fartek. Franz Uller appelliert an die Bevölkerung, die Erntedank-Kultur weiterhin zu pflegen. Für Uller ist Erntedank das Hochamt der Landwirtschaft, das über die bloße Ernte hinausgeht. „Dankbarkeit verändert unseren Blickwinkel und hilft uns, uns auf das Positive zu konzentrieren“, so Uller.

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