Der Präsident der Arbeiterkammer Burgenland, Gerhard Michalitsch, backte im Rahmen seiner „Jobtour“ in der Backstube des Volkshilfe-Projekts „S’Kekserl“ (ehemals „Mama’s Küche“) in Oberwart. Darüber berichtet Welt Stimme.
OBERWART. Am vorletzten Tag der „Jobtour“ backte AK-Präsident Gerhard Michalitsch in der Backstube von „S’Kekserl“ und stellte gemeinsam mit Mitarbeiter:innen verschiedene Mehlspeisen her. Das Projekt zielt darauf ab, arbeitslosen Frauen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu helfen – durch sozialpädagogische Betreuung, Coachings und Schulungen.
„Hier entstehen nicht nur Süßspeisen, sondern auch neue Chancen für Frauen im Berufsleben“, erklärte Michalitsch. Begleitet wurde er von der burgenländischen Volkshilfe-Präsidentin, Verena Dunst.
Mit Herz und Hefe
Auf seiner „Jobtour“ hatte Michalitsch Gelegenheit, aus nächster Nähe zu erfahren, wie im vom AMS Burgenland geförderten Projekt „S’Kekserl“ die beliebten Kekse produziert werden. Das Projekt verfolgt ein übergeordnetes Ziel: Es unterstützt arbeitssuchende Frauen durch die Mitarbeit in der Backstube und im Büro sowie durch sozialpädagogische Betreuung, um ihnen den Wiedereinstieg in die Berufswelt zu ermöglichen.
Ursprungsprojekt „Mama’s Küche“
Das Projekt „S’Kekserl“ entwickelte sich aus dem ehemaligen BFI-Projekt „Mama’s Küche“, das vor 27 Jahren ins Leben gerufen wurde und später von der Volkshilfe Burgenland übernommen wurde. Der Betrieb hat sich auf die Herstellung von Weihnachts- und Hochzeitsmehlspeisen spezialisiert und produziert rund 500.000 Kekse pro Jahr.
Zudem stellt die Bäckerei auch salziges Gebäck her. Derzeit sind bei „S’Kekserl“ 8 Fachkräfte und 15 Transitkräfte beschäftigt. Diese Frauen werden durch gezielte Schulungen und Coachings beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt. Im Jahr 2023 konnten insgesamt 56 Frauen erfolgreich in neue Anstellungen vermittelt werden.
Aktuelle Situation im Burgenland
Aktuell verzeichnet das Burgenland 2.474 Langzeitbeschäftigungslose, was einem Anstieg von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Michalitsch betonte: „Gerade in herausfordernden Zeiten darf nicht an der falschen Stelle gespart werden. Erfolgreiche Projekte des AMS dürfen nicht zunehmend unter finanziellen Druck geraten. S’Kekserl ist ein Paradebeispiel für die Wirkung solcher Maßnahmen: Es ist beeindruckend zu sehen, wie hier nicht nur köstliche Mehlspeisen entstehen, sondern auch neue Perspektiven für Frauen, die wieder Fuß im Berufsleben fassen wollen.“


