Joni Zott wird ab Sommer 2026 neuer Geschäftsführer des Rockhouse Salzburg

November 11, 2025 07:13
Joni Zott wird ab Sommer 2026 neuer Geschäftsführer des Rockhouse Salzburg

Im Juli gab das Rockhouse Salzburg bekannt, dass Joni Zott, der derzeitige Programmchef, im Sommer 2026 Wolfgang Descho als Geschäftsführer nachfolgen wird. Darüber berichtet Welt Stimme.

SALZBURG. Das bestehende Team des Rockhouses arbeitet seit fast drei Jahrzehnten nahezu unverändert zusammen. Viele Mitarbeiter verabschieden sich, darunter auch der jetzige Geschäftsführer Wolfgang Descho, der wesentlich zur Entstehung und Geschichte des Rockhouses beigetragen hat, in den wohlverdienten Ruhestand.

„Das Team wird sich verjüngen, bestehende Strukturen werden aufbrechen, und mit einem jüngeren Team kommen automatisch Veränderungen auf das Haus zu“,

erklärt Zott, seit 2024 Programmchef. Der gebürtige Salzburger hat in den vergangenen Monaten zusätzliche Aufgaben übernommen und bekundete bereits letztes Jahr sein Interesse an der Führung des Hauses. Dass er die Position nach einer umfassenden Analyse und Hearings erhielt, erfüllt ihn mit Stolz: „Davon habe ich früher vielleicht einmal geträumt.“

Eine Verbindung besteht seit rund 25 Jahren

„Das Rockhouse hat mich in meinem Leben nie losgelassen, seit ich vor rund 25 Jahren zum ersten Mal mit dem Haus in Kontakt kam“, erinnert sich der 39-Jährige an seinen ersten Auftritt mit der damaligen Band „Zufallstreffer“ im Rahmen der Local Heroes-Reihe:

„Wir haben bei einem Straßenfest gespielt, das meine heutige Kollegin Ursula vom Service-Center mitorganisiert hatte. Wolfgang Descho wohnte damals in der Nähe, kam vorbei, sah uns spielen und lud uns zu den Local Heroes ein. Die überwiegende Zeit meiner Jugend habe ich dann im Rockhouse verbracht.“

Zott, der selbst Gitarre spielt und Sänger seiner Band war, hat auch nach seiner Jugend den Kontakt zum Rockhouse nie verloren. Als Projektleiter hat er in enger Zusammenarbeit mit dem Haus die Circus Concerts und den HipHop Circus ins Leben gerufen sowie den Acoustic Summer aufgebaut. Auch während seines Studiums in München und seiner Zeit in Wien als Booker für die Arcadia Agency blieb der Kontakt zum Salzburger Musikhaus stets bestehen.

Im und um das Rockhouse wird sich einiges verändern

Auf den designierten Geschäftsführer warten herausfordernde Anfangsjahre, insbesondere in finanzieller Hinsicht. Daher laufen intern bereits Planungen für die zukünftigen Budgets, da „die Subventionen nicht erhöht werden und gleichzeitig die Kosten steigen – auch die Künstler und Bands wollen bzw. brauchen mehr. Sie haben ebenfalls Kosten, die sie decken müssen.“ Das Rockhouse befindet sich bereits im Wandel, unter anderem wird die Digitalisierung angegangen – eine neue Website soll entstehen, die Verwaltung, die in den frühen 2000er Jahren eingeführt wurde, wird überarbeitet, und das Ticketing muss neu gestaltet werden.

„Das sind spannende Aufgaben, die auf uns zukommen, und in dessen Prozess sind wir mittendrin. Diese Veränderungen will ich vorantreiben“,

sagt der 39-Jährige und erwähnt zudem, dass der Backstagebereich sowie das Gästezimmer renoviert werden sollen. Eine Anpassung der Ticketpreise wird ebenfalls unumgänglich sein, wobei die Mitgliederpreise so niedrig wie möglich gehalten werden sollen.

Das Haus bleibt sich seiner Linie treu

Zott wird mit gebotener Demut an die neue Aufgabe herangehen und betont, dass sich der Geist des Rockhouses nicht ändern wird:

„Wir haben immer schon lokale Bands aus der Region gefördert, daran wird sich nichts ändern.“

Obwohl der neue Programmchef, der im Frühjahr 2026 vorgestellt werden soll, ebenfalls die regionale Musikszene kennen sollte, wird es keine umfassenden Programmänderungen geben. „Ich bin bereits bei den Bookings bis Ende 2026 und der Input des neuen Programmchefs wird wohl erst ab dem Frühjahr 2027 spürbar sein“, meint Zott. Das Rockhouse wird auch bei den Residenzplatz-Konzerten 2026 wieder eine zentrale Rolle spielen. „Die Salzburger sind an solchen Events interessiert und wünschen sich, dass in ihrer Stadt etwas passiert“, erläutert der 39-Jährige.

Auf die Gastronomie kommen schwierige Zeiten zu

In Bezug auf die Gastronomie muss Zott neue Strategien entwickeln. Ein Wandel zeichnet sich ab, da viele Konzertbesucher nach dem Auftritt nicht mehr bleiben und weniger konsumieren:

„Die Leute konzentrieren sich zunehmend auf Tages-Open-Air-Events wie ‚Live in Salzburg‘ oder das ‚Take the A-Train‘-Festival, und die Nacht verliert etwas an Attraktivität. Bei dieser Entwicklung müssen wir uns etwas einfallen lassen, um dem entgegenzuwirken.“

Die Zeit ohne Druck genießen

Die kommenden Monate bis zum Wechsel genießt Zott, der plant, wieder mehr Gitarre zu spielen, noch ohne Druck. Man strebt einen fließenden Übergang an, wozu sich die Verantwortlichen um Zott, Descho und Susanna Kuschnig, die stellvertretende Geschäftsführerin, regelmäßig zu Besprechungen treffen werden. Ab Sommer 2026 wird Zott dann die Verantwortung für das Salzburger Rockhouse übernehmen, ein aufregender Schritt, auf den er sich freut.

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