Konsumklima in Österreich bleibt angespannt: Hohe Inflation und Arbeitslosigkeit belasten Kaufverhalten

Oktober 6, 2025 19:42
Konsumklima in Österreich bleibt angespannt: Hohe Inflation und Arbeitslosigkeit belasten Kaufverhalten

Die Konsumstimmung in Österreich bleibt im dritten Quartal 2025 gedämpft, trotz eines leichten Anstiegs des Vertrauensindex auf -17 Prozentpunkte. Hohe Inflation und steigende Arbeitslosigkeit belasten weiterhin das Kaufverhalten der Konsumenten. Darüber berichtet Welt Stimme.

OBERÖSTERREICH. Die Indikatoren der Konsumstimmung zeigen, dass sich die Stimmung der Konsumenten auch im dritten Quartal 2025 nicht signifikant verbessert hat. Seit dem vierten Quartal 2024 müssen die Verbraucher mit einer hohen Inflation und wachsender Arbeitslosigkeit zurechtkommen, was sich negativ auf ihre Kaufentscheidungen auswirkt.

Konsumverhalten bleibt zurückhaltend

Die repräsentativen Umfragen des IHaM Instituts für Handel, Absatz und Marketing an der Johannes Kepler Universität (JKU) belegen eine anhaltende Kaufzurückhaltung. Im September 2025 gaben 20 % der Konsumenten an, weniger im Einzelhandel einzukaufen, was lediglich eine marginale Verbesserung im Vergleich zu April 2025 darstellt. Der Einkauf konzentriert sich zunehmend auf preisgünstigere Produkte und Sonderaktionen; 52 % der Konsumenten achten besonders auf den Preis und 67 % suchen aktiv nach Angeboten.

Einzelhandel unter Druck

Die Herausforderungen für den Einzelhandel sind erheblich. Die Inflation und steigende Kosten setzen der Branche stark zu, während Konsumenten ihre Ausgaben besonders im Mittel- und Langfristbedarf zurückfahren.

Ernst Gittenberger vom IHaM fasst die Situation zusammen:

„Die Konsumstimmung ist seit Jahren im Keller, und eine Erholung wird frühestens im nächsten Jahr erwartet.“

Trotz der schwierigen Umstände plädiert Univ.-Prof. Christoph Teller für einen optimistischen Ansatz und ein Umdenken, um das Wirtschaftsklima zu verbessern:

„Gerade die Verfestigung der schlechten Konsumstimmung über Quartale bzw. mittlerweile schon über Jahre hinweg macht es für den Einzelhandel unter der steigenden Kostenbelastung schwer, vernünftig zu wirtschaften, wie uns aktuell am Beispiel Unimarkt drastisch vor Augen geführt wurde.“

Die aktuelle Analyse des IHaM Instituts unterstreicht die Zwickmühle, in der sich der Einzelhandel befindet: Die Konsumstimmung bleibt schlecht, und die ansteigenden Kosten erschweren wirtschaftliches Handeln. Gleichwohl wird eine positive Veränderung im Denken und Handeln der Konsumenten angestrebt, um langfristig ein verbessertes Wirtschaftsklima zu schaffen.

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