„Speed Dating“ mit besonderem Charakter: Über 20 Lehrbetriebe und mehr als 100 lehrstellensuchende Jugendliche kamen ins Gespräch.
STEGERSBACH. Bei einem kürzlich stattgefundenen „Lehrlingscasting“ im Turnsaal der Mittelschule hatten zahlreiche Jugendliche aus der Region die Gelegenheit, sich über ihre berufliche Zukunft Klarheit zu verschaffen. Luca Fröhlich äußerte klare Ambitionen: „Ich möchte eine Tiefbaulehre machen.“ Sein Schulkollege David Fabsits, ebenfalls aus der Polytechnischen Schule Stegersbach, denkt über Berufe als Mechaniker, Spengler oder Tischler nach. Darüber berichtet Welt Stimme.
Vom Info-Gespräch zur Bewerbung
Das Event bot über 20 Firmen aus den Bezirken Güssing, Jennersdorf und Oberwart die Möglichkeit, unverbindliche Gespräche zu führen und bereits fixe Bewerbungen zu akzeptieren. Viele Jugendliche nutzen die Chance, um verschiedene Berufsfelder zu erkunden und Perspektiven für ihre künftige Karriere zu entwickeln.
Firmen schätzen die Gelegenheit
Nina Strobl vom Holzbaubetrieb Strobl in Deutsch Kaltenbrunn bilanzierte: „Wir haben bei den Castings der letzten Jahre immer gute Erfahrungen gemacht.“ In diesem Jahr werden dort drei Absolventen des Polytechnikums Stegersbach ihre Lehre beginnen, und es werden weitere Lehrlinge aufgenommen. „Wir nutzen sowohl das Casting als auch unseren firmeneigenen Lehrlingstag, um Jugendliche zu gewinnen“, fügte Franz Bieler vom Stegersbacher Bauunternehmen Porr hinzu. Pro Jahr bilden sie fünf bis sieben Jugendliche aus.
Erfolgsgeschichten
Nik Schaffer aus Bergwerk bestätigte den Erfolg des Castings: „Bei der Veranstaltung im Vorjahr in Oberwart habe ich ein Gespräch mit dem Fliesenlegerbetrieb Strobl & Strobl geführt und direkt nach der Schule dort meine Lehre begonnen.“ Er plant bereits eine Aufbaulehre mit Matura. Lehrherr Peter Strobl ergänzte, dass man pro Jahr ein bis zwei Lehrlinge findet.
Bewährtes Angebot
Die Wirtschaftskammer, die zusammen mit dem Arbeitsmarktservice und der Bildungsdirektion die sieben Lehrlingscastings im Burgenland organisiert, zog ein positives Fazit: „Die Veranstaltung bewährt sich Jahr für Jahr mehr. Das zeigt sich an den Lehrverträgen, die entweder direkt oder später abgeschlossen werden“, erklärte Birgit Halper, Lehrlingsbeauftragte für das Süd- und Mittelburgenland.


