Lenzing reduziert 600 Stellen in Oberösterreich und streicht elf Jobs in Heiligenkreuz, investiert 35 Millionen Euro

Oktober 6, 2025 18:22
Lenzing reduziert 600 Stellen in Oberösterreich und streicht elf Jobs in Heiligenkreuz, investiert 35 Millionen Euro

Der börsennotierte Faserhersteller Lenzing hat angekündigt, insgesamt 600 Arbeitsplätze abzubauen, was für einen wirtschaftlichen Paukenschlag sorgt. Besonders betroffen ist das Stammwerk in Oberösterreich, wo die Verwaltungsstrukturen erheblich reduziert werden. Laut Unternehmensangaben werden noch in diesem Jahr 250 Arbeitsplätze wegfallen, die restlichen innerhalb der nächsten zwei Jahre. Darüber berichtet Welt Stimme.

Das Zweigwerk in Heiligenkreuz wird vergleichsweise glimpflich davonkommen, da hier lediglich elf Stellen gestrichen werden sollen. Eine Sprecherin von Lenzing bestätigte die Informationen, während auf die Frage, ob die Streichungen in der Verwaltung oder Produktion erfolgen und wann die Kündigungen wirksam werden, keine Antwort gegeben wurde. Aktuell sind in Heiligenkreuz 340 Personen beschäftigt.

35 Millionen Euro Investition für Heiligenkreuz

Gleichzeitig plant Lenzing einen umfassenden Investitionsschub in Höhe von über 100 Millionen Euro, der bis Ende 2027 umgesetzt werden soll. Davon sollen 35 Millionen Euro in den Standort Heiligenkreuz fließen, um Maßnahmen zur Energieoptimierung, CO₂-Reduktion und den Einsatz neuer Technologien zu unterstützen.

Die Maßnahmen sollen helfen, die jährlichen Einsparungen durch den Abbau von 600 Arbeitsplätzen ab 2026 auf mindestens 25 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen. Ab Ende 2027 wird eine Einsparung von 45 Millionen Euro angestrebt.

Die Entscheidungen des Unternehmens sind ein Ergebnis der Schwierigkeiten auf dem internationalen Absatzmarkt für Fasern. Handelskonflikte, ein verhaltenes Konsumklima, steigende Kosten und der zunehmende Wettbewerb aus Asien stellen Lenzing vor erhebliche Herausforderungen.

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