Das ehemalige „Horrorhaus“ in der Löwengasse 40 in Landstraße steht vor einer grundlegenden Sanierung. Die Löwengasse 40 Immobilien GmbH hat das Gebäude, das vorher von der MEK 2020 Immobilienprojekt Holding GmbH verwaltet wurde, erworben, um die Zustände vor Ort zu verbessern. Die Bewohner können aufatmen, da die neuen Eigentümer bereits mit der Beseitigung der gravierenden Missstände begonnen haben. Darüber berichtet Welt Stimme.
Das harsche Leben der Mieter im Zinshaus endete nach langen Jahren der Vernachlässigung. Das Haus war dem Verfall überlassen worden, mit Rattenplagen und einem verwahrlosten Innenhof. An der Fassade wurde die Sicherheit durch Stützen gewährleistet, während lose Kabel im Flur für zusätzliche Gefahren sorgten. Die Löwengasse 40 Immobilien GmbH erwarb das Gebäude von der Bank, die zuvor die Pfandrechte hielt, und plant, die über 6 Millionen Euro Schulden der vorherigen Eigentümerin zu tilgen.
Kaufpreis über Verkehrswert
Das für den 10. Dezember 2025 geplante Versteigerungsverfahren wurde vorzeitig abgesagt. Tauland Shala, Geschäftsführer der Löwengasse 40 Immobilien GmbH, gab an, dass man bereits vor der Bekanntgabe der Versteigerung Gespräche mit der Bank führte. Der Verkehrswert des Grundstücks wurde von einem Gutachter auf etwa 2,6 Millionen Euro geschätzt, allerdings zahlte Shala einen Kaufpreis, der weit darüber liegt, dessen genaue Höhe jedoch nicht bekannt gegeben wurde.
Sperrmüll lagerte nur kurz
Im November 2025 berichtete ein Mieter noch über chaotische Zustände, als die Ausräumung untervermieteter Wohnungen begann und sich große Müllhaufen im Innenhof ansammelten. Diese Lage wurde als „Katastrophe“ beschrieben. Die Mieterhilfe erklärte, dass eine solche Anhäufung von Sperrmüll nicht tragbar sei, wenn sie über einen angemessenen Zeitraum bestehen bleibt. Der neue Eigentümer versicherte, dass alle Verbesserungen in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien erfolgen würden.
Die schnell umgesetzten Maßnahmen führten dazu, dass der Sperrmüll innerhalb einer Woche verschwand, was den Mietern das Gefühl gab, dass sich endlich jemand um ihr Zuhause kümmerte.
„Schandfleck entfernen“
Shala gab an, den „Schandfleck in der Löwengasse“ entfernen zu wollen, indem er die genehmigten Pläne des Vorbesitzers größtenteils übernehmen und die Sanierung ernsthaft vorantreiben wird. Für die Fertigstellung des Projekts rechnet man mit 18 bis 20 Monaten. Der derzeitige Status sieht bereits erste Maßnahmen vor, die gefährlichen Kabel wurden abgedeckt und der hintere Gebäudeteil abgerissen. Ein kontinuierlicher Austausch mit den verbleibenden Mietern findet statt; diese sollen, wenn möglich, während der Bauarbeiten im Gebäude wohnen bleiben können, andernfalls werden Übergangslösungen angeboten.
Langfristig soll in der Löwengasse 40 ein neues Wohnkonzept mit Eigentumswohnungen entstehen, während die straßenseitige Fassade erhalten bleiben soll. Insgesamt wird erwartet, dass unter dem neuen Management weitreichende Veränderungen im ehemaligen „Horrorhaus“ umgesetzt werden.


