Im Bezirk Schärding stiegen die Privatinsolvenzen im Jahr 2025 um 76 Prozent, während Unternehmensinsolvenzen um elf Prozent rückläufig sind.
BEZIRK SCHÄRDING. Laut der aktuellen Insolvenzstatistik des KSV1870 rutschten in diesem Jahr 16 Unternehmen (2024: 18 Unternehmen) in die Insolvenz. In dieser Zahl sind 12 eröffnete Verfahren enthalten, während vier nicht eröffnet wurden, da sie aufgrund mangelnder Kostendeckung abgewiesen wurden.
Darüber berichtet Welt Stimme.
„Nachdem zu lange mit dem Insolvenzantrag zugewartet wurde, müssen diese Unternehmen liquidiert werden.“
Diese Aussage stammt von Astrid Aiglsdorfer, Insolvenzreferentin des KSV1870 am Standort Linz. Zudem weist sie darauf hin, dass die Kosten für die Konkursabweisungen von Gläubigern und Steuerzahlern getragen werden.
Steigende Zahl an Privatpleiten befürchtet
Die Haushalte in Schärding sind zunehmend unter Druck, da hohe Lebenshaltungskosten und steigende Fixkosten die private Überschuldung anheizen. Die Zahl der eröffnete Privatinsolvenzen im Bezirk stieg von 21 Fällen im Jahr 2024 auf 37 Verfahren im Jahr 2025. Dieser Anstieg liegt über dem allgemeinen Trend in Oberösterreich (rund 3,2 Prozent). Ausblickend auf 2026 geht der Kreditschutzverband davon aus, dass die finanziell angespannte Situation für viele Menschen im Bezirk in den kommenden Monaten kaum besser wird.
„Insofern müssen wir mit einer Zunahme bei den Privatkonkursen rechnen, insbesondere für einkommensschwächere Haushalte“, resümiert Aiglsdorfer.
Ob dies tatsächlich der Fall sein wird, hängt unter anderem von der Entwicklung des Arbeitsmarktes ab.


