McDonald’s plant Standortwechsel von Langenrohr nach Tulln und sichert bis zu 100 Arbeitsplätze

Dezember 9, 2025 20:27
McDonald's plant Standortwechsel von Langenrohr nach Tulln und sichert bis zu 100 Arbeitsplätze

McDonald’s plant Umzug nach Tulln: Wachsende Wirtschaft und bis zu 100 gesicherte Arbeitsplätze in Gefahr für Langenrohr

LANGENROHR. Die Fast-Food-Kette McDonald‘s beabsichtigt, ihre Filiale zu erweitern und einen Umzug auf Tullner Gemeindegebiet in Betracht zu ziehen. Während andere Gemeinden mit Betriebs- und Arbeitsplatzverlusten zu kämpfen haben, floriert die Wirtschaft in Tulln. Bürgermeister Peter Eisenschenk betont: „Für die Gemeinden sind die Zeiten härter geworden, daher bemühen wir uns jetzt noch stärker darum, ein attraktiver Standort für Betriebe zu bleiben.“ Er fügt hinzu, dass es in schwierigen Zeiten entscheidend sei, sich auf die „Brot- und Butter“-Themen zu konzentrieren: „Und genau deshalb ist die Arbeit für die Arbeit auch eine unserer wichtigsten Aufgaben.“ Darüber berichtet Welt Stimme.

Geplante Expansion

Die McDonald’s-Filiale in Langenrohr ist ein blühendes Geschäft, das am aktuellen Standort keine Möglichkeiten zur Weiterentwicklung hat. Auch das Unternehmen E&S, ein Installateurbetrieb, plant eine Expansion. Der Bürgermeister freut sich über die Aussicht, dass durch die Erweiterung der beiden Unternehmen bis zu 100 Arbeitsplätze in Tulln gesichert werden können, was den positiven Einsatz für den Wirtschaftsstandort Tulln unterstreicht.

E&S wird von der Karlsgasse auf ein 3.000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen dem Star Movie Kino und der Landesfeuerwehrschule an der Südumfahrung verlegt. Die Verhandlungen mit McDonald’s sind bereits weit fortgeschritten. Die renommierte Fast-Food-Kette plant, von Langenrohr nach Tulln umzuziehen, ebenfalls an die Südumfahrung, jedoch in den Raum zwischen der Agrana Zuckerfabrik und der Billa-Filiale, in der Nähe ihres jetzigen Standorts.

Die etwa 6.000 Quadratmeter große Fläche wurde zuvor als Messe-Parkplatz genutzt und ist eine ehemalige Deponiefläche, die aufgrund ihrer schlechten Bodenqualität nicht für landwirtschaftliche Zwecke geeignet ist. Die Bebauung würde zudem den Grundwasserschutz verbessern.

Experten bewerten die Bebauung positiv

Bezüglich des Bodenverbrauchs durch die Neubauten konnte Bürgermeister Eisenschenk kürzlich eine Expertenmeinung einholen. Im Rahmen des 2. Tullner Dialogs bewertete Raumordnungsexperte Gernot Stöglehner von der Universität für Bodenkultur die Bauvorhaben als unproblematisch: „Dadurch, dass man hier direkt angrenzend an bereits gewidmetes Bauland nutzt, werden die Baulandgrenzen nicht erweitert.“ Er lobt in diesem Zusammenhang auch das örtliche Entwicklungskonzept, das vor vier Jahren beschlossen wurde.

Die Zukunft von Langenrohr

Die Schließung des Möbelhauses Leiner nach dem Konkurs des Unternehmens, der Rückzug von KFC von den Plänen für eine Filiale in Langenrohr und nun der mögliche Umzug von McDonald’s sind alarmierende Entwicklungen für die Gemeinde.

Die Folgen sind klar: Die Kommunalsteuereinnahmen der Gemeinde werden sinken, während die Zahl der leerstehenden Geschäftsflächen zunimmt. Die FPÖ-Langenrohr übt Kritik. Heinrich Pegler, Geschäftsführer des Gemeinderats, fordert ein schnelles Umdenken: In der Gemeinde wächst die Besorgnis über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts. Die Frage steht im Raum: Welches Geschäft schließt als Nächstes?

Bürgermeister Leopold Figl erklärt, dass verschiedene Optionen für das Gemeindegebiet geprüft werden, jedoch bislang keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Auswirkungen auf die Marktgemeinde können daher momentan noch nicht beurteilt werden.

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