Bei der feierlichen Preisverleihung des NÖ Holzbaupreises 2025 in Korneuburg wurden am 30. September die innovativsten Holzbauprojekte Niederösterreichs geehrt. Aus 85 eingereichten Objekten erhielten vier Projekte in den Kategorien Wohnbau, Um- und Zubau – Sanierung, Öffentlicher Bau sowie Nutzbau Auszeichnungen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Niederösterreichische Holzbaupreis wird in Kooperation zwischen dem Land Niederösterreich, proHolz Niederösterreich, der Landesinnung Holzbau und der Landwirtschaftskammer NÖ vergeben. Eine hochkarätige Fachjury wählte die vier überzeugendsten Projekte aus und demonstrierte die Vielfalt, Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit des modernen Holzbaus. Die Preisverleihung fand in der Franz Blaha Sitz- und Büromöbel Industrieges.m.b.H. in Korneuburg statt.
ÖVP-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister äußerte: „Holz ist ein vielfältiger Rohstoff, der im Bau zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Siegerprojekte bieten den Nutzerinnen und Nutzern eine hohe Aufenthaltsqualität und zeigen die gestalterischen Möglichkeiten des Werkstoffs Holz.“
Niederösterreichs Vorreiterrolle im Holzbau
Wolfgang Ecker, Präsident der WKNÖ, betonte die Spitzenstellung Niederösterreichs im Holzbau: „Der Preis ist ein Zeichen für die Kompetenz und Innovationskraft unserer Holzbaubetriebe. Holz ist mehr als ein Werkstoff, es ist ein Symbol für die Verbindung von Tradition und Innovation.“ Die Holzindustrie in Niederösterreich zählt 319 Mitgliedsbetriebe mit über 5.000 Beschäftigten und erwirtschaftete im Jahr 2024 einen Produktionswert von rund 1,64 Milliarden Euro.
Prämierte Projekte im Detail
Die ausgezeichneten Projekte, die sich über ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro freuen dürfen, sind:
· Kategorie Wohnbau: Wohnbau Obergrafendorf (Bezirk St. Pölten)
· Kategorie Um- und Zubau – Sanierung: Erweiterung der Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld (Bezirk Korneuburg)
· Kategorie Öffentlicher Bau: Schulcampus Hollabrunn
· Kategorie Nutzbau: Headquarter Kiennast (Waldviertel)
Zusätzlich wurde ein Publikumspreis verliehen, den der Zubau des Kindergartens Kirchberg erhielt.
Ökologisches Bauen im Fokus
Franz Schrimpl, Obmann von proHolz Niederösterreich, erklärte: „Holzbau fördert eine nachhaltige Bauweise und schafft lebenswerte Wohnräume.“ Die sozialen und ökologischen Vorteile des Holzbaus seien von großer Relevanz. Das Bauen mit Holz unterstütze nicht nur den Klimaschutz, sondern schaffe auch regionale Arbeitsplätze.
Wolfgang Huber, Landesinnungsmeister, unterstrich die Bedeutung des Holzbaus für den Klimaschutz: „Jedes verbaute Stück Holz ist gelebter Klimaschutz.“ Josef Laier, Vorsitzender des Forstausschusses der Landwirtschaftskammer, fügte hinzu: „Jeder Holzbau trägt aktiv zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung unseres Lebensraums bei.“
Einblicke in die ausgezeichneten Projekte
- Preisträger Kategorie Wohnbau: Wohnbau Obergrafendorf
Der Wohnbau in Obergrafendorf überzeugt durch seine klare Struktur und hochwertige Ausführung. Die vier viergeschossigen Wohnblöcke fügen sich harmonisch ins Ortsbild ein. Die Hybridbauweise ermöglicht flexible Grundrisse und eine geringe CO₂-Bilanz. Vorgefertigte Außenwandmodule verbessern die Bauabläufe.
- Preisträger Kategorie Um- und Zubau, Sanierung: Erweiterung der Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld
Hierbei handelt es sich um einen kompakten, zweigeschossigen Holzbau, der einen neuen Eingangsbereich mit Halle und Vortragsraum umfasst. Der gezielte Einsatz von Holz sorgt für eine ansprechende, lichtdurchflutete Atmosphäre.
- Preisträger Kategorie Öffentlicher Bau: Schulcampus Hollabrunn
Der Schulcampus, entstanden auf 7.600 m², vereint Einrichtungen wie eine Volksschule und Musikkurse. Nachhaltige Energiesysteme und der Einsatz von Holz prägen dieses großvolumige Projekt.
- Preisträger Kategorie Nutzbau: Headquarter Kiennast
Das Verwaltungsgebäude des Logistikunternehmens Kiennast zeigt eine klare, lineare Struktur. Der Fokus lag auf nachhaltigen Baumethoden und effizienter Nutzung alternativer Energiesysteme, was die Qualitätsstandards der Holzbauteile unterstreicht.


