Ölpreise steigen durch Eskalation im Iran-Konflikt
Die derzeitige Pattsituation im Konflikt zwischen Iran und den USA hat erneut zu einem Anstieg der Ölpreise geführt. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Treibstoffkosten in Österreich, die bereits Rekordniveaus erreichen.
Am Donnerstag überstieg der Preis für ein Fass der Rohölmarke Brent erstmals seit Mai die Marke von 108 Dollar. Diese Entwicklung schlägt sich schnell in den Spritpreisen nieder, die für die Verkehrsteilnehmer in Österreich bereits belastend sind.
Benzinpreise auf Rekordniveau
Die E-Control berichtete von einem neuen Rekord bei den Benzinpreisen. Am Mittwoch, dem 9. September, lag der Medianpreis für Benzin bei 1,935 Euro pro Liter, was den höchsten Wert seit Beginn der Erhebungen darstellt. In Wien zahlten Autofahrer im Median 1,958 Euro, während im Burgenland der niedrigste Preis bei 1,914 Euro pro Liter lag.
Dieselpreise über zwei Euro
Die Dieselpreise haben Mitte August die 2-Euro-Marke überschritten. Am 9. und 10. September betrug der Medianpreis für Diesel in Österreich 2,168 Euro pro Liter. Dies stellt den höchsten Stand seit mehreren Monaten dar, wobei Tirol mit 2,209 Euro pro Liter die teuerste Region ist und das Burgenland, Kärnten und die Steiermark mit je 2,139 Euro die günstigsten.
Im Vergleich zu den Dieselpreisen am Höchststand während des Krieges am 30. März, als der Medianpreis 2,245 Euro pro Liter betrug, sind die aktuellen Werte alarmierend nah an diesem Spitzenwert.
Überwachung der Spritpreise
Die E-Control bietet ein tägliches Monitoring der Spritpreise an, das über ihre Webseite abgerufen werden kann. Zudem listet MeinBezirk die günstigsten Tankstellen in verschiedenen Bundesländern auf, um den Fahrern zu helfen, die besten Preise zu finden.
Einordnung
Die steigenden Brennstoffpreise reflektieren die instabile geopolitische Lage und belasten vor allem Pendler und Autofahrer in Österreich. Die kurzfristigen Preisanstiege könnten die allgemeine Inflation weiter anheizen und die Verbraucherausgaben beeinträchtigen.


