Pilotprojekt ermöglicht Tiroler Lehrlingen Teilqualifizierung im Ausland über Erasmus+

September 22, 2025 16:22
Pilotprojekt ermöglicht Tiroler Lehrlingen Teilqualifizierung im Ausland über Erasmus+

Tiroler Lehrlinge haben erstmals die Möglichkeit, im Rahmen von Erasmus+ für fünf Monate ins Ausland zu gehen.

TIROL. Für viele Jugendliche stellt ein längerer Aufenthalt im Ausland eine prägende Erfahrung dar. Dies war jedoch für Lehrlinge, insbesondere für jene in Teilqualifizierung und Verlängerter Lehre, oft unerreichbar. Durch ein Pilotprojekt, initiiert von CUBIC in Zusammenarbeit mit arbas Tirol gGmbH und der Standortagentur Tirol, war es nun erstmals möglich, dass Lehrlinge mit individueller Lernform nach Norwegen reisen. Melanie, Sascha und Leonardo ließen sich auf dieses Abenteuer ein.

Für einen Auslandsaufenthalt ist neben dem nötigen Mut auch eine gründliche Planung erforderlich. Besonders für Jugendliche mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten bedarf es einer sorgfältigen Organisation, finanzieller Absicherung und detaillierter Planung, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

„Die Zielgruppe fand bisher im Erasmus+ Programm kaum Berücksichtigung. Uns war es besonders wichtig genau diesen Jugendlichen auch eine Auslandserfahrung zu ermöglichen. Dafür haben wir nach Kooperationspartnern gesucht und sie mit arbas Tirol sowie der Standortagentur Tirol gefunden. Entstanden ist ein Vorzeigeprojekt, das hoffentlich nur der Startschuss für viele Folgeprojekte war“,

erklärt Armin Mayr, Geschäftsführer des Vereins CUBIC.

Arbas Tirol begleitete die Lehrlinge bereits im Vorfeld mit Berufsausbildungsassistenz und ermutigte sie zur Teilnahme an dem Auslandsprojekt:

„Durch eine ausreichende Finanzierung war eine sozialarbeiterische Begleitung sichergestellt und gut vorbereitet. Nur diese Begleitung vor Ort gab den Jugendlichen dann die Sicherheit, tatsächlich am Pilotprojekt teilzunehmen,”

führt Birgit Haslinger, Fachbereichsleiterin Berufsausbildungsassistenz bei arbas Tirol, an.

Die Standortagentur Tirol war für die Planung und die Förderung des Erasmus+ Projekts verantwortlich. Sie unterstützte Unternehmen bei der Umsetzung entsprechender Projekte.

„Allen jungen Menschen Auslandserfahrung zu ermöglichen, also auch für eine Zielgruppe, die bisher nicht stark vertreten war, war für uns eine große Motivation, alles Mögliche beizutragen, um das Projekt gelingen zu lassen“,

betont Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol.

Chance auch für die Zukunft

Die Partner des Projekts drücken ihren Stolz über den Erfolg der Initiative aus und freuen sich über die Fortschritte der Jugendlichen.

„Die Kooperation, die intensiven Planungen und die sozialarbeiterische Begleitung haben sich ausgezahlt,”

meint Armin Mayr und ergänzt,

„Die Jugendlichen haben sich persönlich und beruflich wahnsinnig positiv weiterentwickelt. Sie sind mit gestärktem Selbstvertrauen zurückgekommen. Und genau darum ging es uns – den Jungen eine gute Zeit und positive Erfahrungen zu ermöglichen!”

Marcus Hofer hebt hervor:

„Nicht nur die Jugendlichen entwickeln sich dabei weiter, auch die Unternehmen profitieren von den Erfahrungen und Lernerfolgen, welche die Jugendlichen mitbringen. Das ist von großer Bedeutung für die Unternehmen und für den Wirtschaftsstandort.”

Die Beteiligten sind motiviert, das Projekt auch in Zukunft fortzuführen.

„Das Projekt hat gezeigt, dass mit guter Planung und Unterstützung echte Inklusion am Arbeitsmarkt möglich ist. Das macht Mut, weiterzumachen,”

schließt Brigit Haslinger ab.

Darüber berichtet Welt Stimme.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

TGW Logistics investiert 100 Millionen Euro in Ausbau der Zentrale in Marchtrenk bis 2026
Vorheriger artikel

TGW Logistics investiert 100 Millionen Euro in Ausbau der Zentrale in Marchtrenk bis 2026

Cyberangriff legt Flughäfen in London, Brüssel und Berlin lahm
Nächster artikel

Cyberangriff legt Flughäfen in London, Brüssel und Berlin lahm

Nicht verpassen