Anlässlich des fünfjährigen Bestehens von StartUp Burgenland präsentierten die Verantwortlichen von Land und Wirtschaftsagentur bei einer Pressekonferenz in der HTL Eisenstadt eine positive Bilanz. Aus einer kleinen Gründerszene ist inzwischen eine dynamische Unternehmerlandschaft entstanden. 40 Gründerinnen und Gründer wurden bisher betreut. Darüber berichtet Welt Stimme.
BURGENLAND. Das Programm, welches als Teil der Wirtschaftsagentur Burgenland und ihres „One-Stop-Shops“ für Unternehmensgründungen etabliert wurde, startete vor fünf Jahren mit einer eigenen Abteilung und einem Büro. Ziel war es, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten tiefgreifender wirtschaftlicher Transformation zu fördern, erklärte Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann.
5,5 Millionen Euro Umsatz
Aus den ursprünglich vier Start-ups hat sich mittlerweile eine dynamische Gründerszene entwickelt. „In den vergangenen fünf Jahren wurden 40 Gründerinnen und Gründer von uns begleitet, die zusammen 5,5 Millionen Euro an Umsatz erzielt haben und 129 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen“, so Schneemann. Diese Unternehmen lösen ein Fördervolumen von 3,8 Millionen Euro aus, zudem gibt es Beteiligungen in gleicher Höhe.
Für die Zukunft kündigte der Landesrat an, Businessparks in allen Bezirken etablieren zu wollen, um weiterhin junge, engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer ins Burgenland zu ziehen. Die Erfolge der ersten fünf Jahre seien ein klarer Indikator, hier noch mehr zu investieren.
Heute 88 Start-ups im Burgenland
Georg Schönbauer, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Burgenland, zog ebenfalls eine erfreuliche Bilanz der letzten fünf Jahre. Dabei gehe es nicht nur um finanzielle Unterstützung, sondern auch darum, den Unternehmerinnen und Unternehmern Sicherheit zu bieten, sie aus der Komfortzone zu holen und sie in ein starkes Netzwerk einzubinden.
Michael Sedlak, Leiter von StartUp Burgenland, betonte die Bedeutung einer jährlichen Evaluierung, um die Ausrichtung für das kommende Jahr zu optimieren. In den letzten fünf Jahren hätten etwa fünf bis sechs Unternehmen ihre Projekte eingestellt. Sedlak wies darauf hin, dass Ausfälle im Gründungsbereich grundsätzlich dazugehören. Zu Beginn des Programms gab es im Burgenland 40 Start-ups, mittlerweile sind es 88 aktive Unternehmen. Aktuell werden sechs Unternehmen aktiv betreut.
Kooperation mit Schulen
Künftig wolle man den Fokus auf Greentech-, Landwirtschafts- und Pflege-Start-ups legen und auch die Förderungen in Schulen und an Hochschulen verstärken. „Unser Auftrag ist es, für die Wirtschaft und mit der Wirtschaft zu arbeiten. An unserer Schule entstehen Ideen – StartUp Burgenland macht daraus Unternehmen“, betonte HTL-Direktor Thomas Schober.
Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens Wendy Windenergie nahm ihren Anfang an der HTL Eisenstadt. Für Gründer Michael Strudler war die Teilnahme bei StartUp Burgenland ein entscheidender Entwicklungsschritt. „Wir waren technisch von Anfang an stark aufgestellt, hatten aber wenig wirtschaftliche Expertise im Team“, so Strudler. Das Start-up-Projekt hat hier entscheidend geholfen.


