Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen vermeldet die Wohnbaubilanz Oberösterreichs für das Jahr 2025 positive Entwicklungen, so Wohnbaureferent LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner. Darüber berichtet Welt Stimme.
Im Jahr 2025 wurden in Oberösterreich insgesamt 3.963 neue Wohneinheiten gefördert, im Vergleich zu 3.244 im Jahr 2024. Berücksichtigt man die neu geschaffenen Wohnungen durch Zu- oder Einbau im Rahmen der Sanierungsförderung, erhöht sich die Zahl sogar auf 4.260. Diese beinhaltet auch die geförderten Eigenheime, deren Anzahl um rund 550 auf 1.408 gestiegen ist. Auch die Zahl der geförderten Mietwohnungen zeigt ein Plus, von 1.952 im Jahr 2024 auf 2.284 im Jahr 2025. Die Vergabe von Darlehen betrug 212,9 Millionen Euro, das gesamte Volumen für Neubau und Nachverdichtung belief sich 2025 auf 362,3 Millionen Euro. „Stellt man die Fertigstellungen der Gesamtbevölkerung je Bundesland gegenüber, so hat Oberösterreich eine um knapp ein Drittel höhere Pro-Kopf-Bautätigkeit als Wien“, so Haimbuchner.
Kritik aus Reihen der SPÖ
Das Ressort von Haimbuchner hatte im letzten Jahr ein Budget von 339 Millionen Euro. Landesrat Martin Winkler von der SPÖ kritisiert, dass mehr möglich gewesen wäre. Mit der Bundeswohnbaumilliarde standen Oberösterreich über 169 Millionen Euro zur Verfügung, die Haimbuchner nicht in Anspruch genommen hat, sagt Winkler. Dabei seien 74 Millionen Euro bereits weg. Mit den verbleibenden knapp 84 Millionen Euro wäre es möglich, rund 980 Wohnungen zu bauen und damit 4.200 Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft zu schaffen, so die SPÖ.
Sanierungen steigen
Im vergangenen Jahr wurden mit bezuschussten Darlehen in Höhe von 148,9 Millionen Euro insgesamt 9.359 Wohneinheiten sowie 26 Heimplätze saniert. Dies verdeutlicht den seit 2023 bestehenden Trend, der der Verödung von Ortskernen sowie der Bodenversiegelung durch Flächenbauten entgegenwirkt.
Mehr Wohnbeihilfe ausbezahlt
Letztes Jahr erhielten 23.748 Förderempfänger insgesamt 57,2 Millionen Euro an Wohnbeihilfe, was 2,7 Millionen Euro mehr als im Vorjahr ausmacht. Zudem wurde 2024 der Wohnbeihilfen-Pensionsbonus eingeführt, der vor allem alleinlebenden Pensionisten einen Monatssatz von 45 Euro mehr zugesteht. Im Jahr 2025 belief sich die Anzahl der Bezieher auf 7.836.
Über 2000 Wohneinheiten geplant
Laut Haimbuchner sind für dieses Jahr erneut 2.000 Wohneinheiten von Seiten der Landesregierung zugesichert, darunter knapp 700 als Mietkaufwohnungen. Dies soll vor allem jüngeren Menschen den Zugang zum Eigentum erleichtern. Darüber hinaus sind mehr als 600 der Wohneinheiten in Form von Nachverdichtungsprojekten vorgesehen.


