Am 20. Oktober 2025 verlieh die VKB hohe Anerkennung an sieben innovative wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen des VKB Wissenschaftspreises. Insgesamt wurden Preisgelder von 10.500 Euro an vier Frauen und drei Männer in den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften vergeben, die durch ihre herausragenden Leistungen Brücken zwischen Theorie und Praxis schlagen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Wenn Wissenschaft und Wirtschaft sich treffen
Die Preisverleihung zog zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten an, darunter der Generaldirektor der VKB, Mag. Markus Auer, sowie die Vorstandsdirektoren Dr. Markus Forsthuber, Mag. Alexander Novak und Mag. Oliver Schmölzer. Von der Johannes Kepler Universität Linz waren Rektor Univ.-Prof. Dr. Stefan Koch und Vizerektorin Mag.a Christiane Tusek anwesend. Auch die Kuratoriumsmitglieder der VKB-Genossenschaftsstiftung, Dr. Pfeifauf, Univ.-Prof.in Dr. Eveline Artmann und Univ.-Prof. Dr. Helmut Pernsteiner, sowie die VKB-Aufsichtsrätin Dr.in Christine Haiden feierten mit.
In seiner Eröffnungsrede betonte Generaldirektor Auer die zentrale Bedeutung der wissenschaftlichen Arbeit: „Nur wo neues Wissen entsteht, dort entsteht Innovation. Wo Innovation entsteht, entsteht Wirtschaftswachstum – und dort entsteht Wohlstand. Das ist das, wofür wir als VKB stehen.“
Das Vermächtnis eines Visionärs lebt weiter
Der VKB Wissenschaftspreis hat eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1993 zurückreicht und eng mit Dr. Otto Pfeifauf verbunden ist, der die VKB von 1968 bis 1985 leitete. Als visionärer Bankmanager erkannte er frühzeitig, dass Wissen die Grundlage wirtschaftlicher Stärke darstellt. Sein Erbe wird durch die nach ihm benannte VKB-Genossenschaftsstiftung fortgeführt, die den Wissenschaftspreis vergibt und wissenschaftliche Exzellenz fördert.
Bildung als Kompass in Zeiten des Wandels
Ein Höhepunkt des Abends war der Vortrag von DDr. Paul Eiselsberg vom IMAS International mit dem Titel „Wenn der Wandel sichtbar wird – warum Bildung immer wichtiger wird“. Darin unterstrich er die entscheidende Rolle von Bildung und Forschung für die Zukunft:
„Wir sind Zeitzeugen einer Phase, in der sich Selbstverständlichkeiten auflösen – umso wichtiger ist Bildung als Kompass für Veränderung.”
Mehr als nur ein Preis – eine Brücke zur Praxis
Seit über drei Jahrzehnten ehrt die VKB mit diesem Preis Arbeiten, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch praktisch relevant für das Bankwesen, Genossenschaftswesen und die Wirtschaft sind. Die Kuratoriumsmitglieder Univ.-Prof.in Dr. Artmann und Univ.-Prof. Dr. Pernsteiner hoben in ihren Laudationes hervor, wie die ausgezeichneten Arbeiten wissenschaftliche Tiefe mit praktischem Nutzen kombinieren.
Der VKB Wissenschaftspreis ist somit Sinnbild einer Tradition, die akademische Exzellenz und wirtschaftliche Verantwortung vereint – ganz im Sinne einer Bank, die ihre genossenschaftlichen Wurzeln bis heute bewahrt hat.
Die Preisträger
Masterarbeit
Ralph Neuhauser, MA, FH Oberösterreich:
„Analyse der Bankenperformance ausgewählter Institute auf Basis eines „Basel IV-orientierten“ Performance-Measurement-Systems“
Preisgeld: € 1.000
Dissertationen
Mag. Dr. Nicole Trudenberger, Johannes Kepler Universität Linz:
„Der Einfluss demografischer Charakteristika von CEOs auf den Erstansatz von goodwill im Kontext von mergers & acquisitions“
Preisgeld: € 1.500
Dr. Anna Gappmaier, Msc, BA, Johannes Kepler Universität Linz:
„Der Einfluss von ESG auf das Kreditrisiko – Eine Analyse europäischer Unternehmensanleihen“
Preisgeld: € 1.500
Dr. Richard Kolbitsch-Franz, Universität Wien:
„Die Berücksichtigung hypothetischer Alternativdispositionen des Geschädigten bei Schädigung durch Fehlinformation“
Preisgeld: € 1.500
MMag. Dr. Sabine Ranftl, Universität Graz:
„Die Akzessorietät und ihre Grenzen im österreichischen Bürgschaftsrecht“
Preisgeld: € 1.500
Dr. Viviane Velisek, LL.M (WU), Wirtschaftsuniversität Wien:
„Die Bankverbindung in der Verlassenschaft – Rechte und Pflichten der Erbprätendenten“
Preisgeld: € 1.500
Habilitation
Univ.-Prof. Dr. Philipp Fidler, Msc, Johannes Kepler Universität Linz:
„Insolvenznahe Kapitalgesellschaften. Typologie und Bewältigung von Konflikten der Kapitalgeber“
Preisgeld: € 2.000


