Finanzbildung für Schüler in Tirol: Vorschlag erhält Unterstützung
Der Finanzbildungsrat empfiehlt, das Fach Finanz- und Wirtschaftsbildung in allen Schulen der Sekundarstufe eins und zwei, zu verankern. Die Wirtschaftskammer Tirol begrüßt den Vorschlag. Für beide Parteien versteht sich finanzielle Bildung als „zentrale Zukunftskompetenz“. Bereits 2025 wurde das Fach an 50 Schulen implementiert. Darüber berichtet Welt Stimme.
TIROL. Anfang November verabschiedete das Tiroler Wirtschaftsparlament zwei Anträge, die eine praxisorientierte, österreichweit abgestimmte Umsetzung der Finanzbildung fordern. Barbara Thaler, Präsidentin der Wirtschaftskammer Tirol, sieht dies als eine Stärkung des gemeinsamen Ziels, wirtschaftliche Grundkompetenzen flächendeckend bei allen Schülerinnen und Schülern zu etablieren.
Bereits gefordert
Die Forderung nach einer verbindlichen Verankerung von Finanz- und Wirtschaftsbildung im Unterricht ist nicht neu. Laut der Wirtschaftskammer Tirol wird schon seit Jahren versucht, diese in den Lehrplan zu integrieren.
„Die wirtschaftliche Realität wird immer komplexer. Umso wichtiger ist es, dass Jugendliche frühzeitig Kompetenzen erwerben, die sie im Alltag, bei finanziellen Entscheidungen und im Berufsleben brauchen – von Budgetierung über Versicherungen bis hin zu unternehmerischem Denken“,
äußert Sybille Regensberger, Spartenobfrau Information und Consulting in der Tiroler WK.
Vorzeigeprojekte
Im Bereich Finanz- und Wirtschaftsbildung wurden bereits verschiedene Projekte zur Stärkung der Finanzbildung an Schulen initiiert. Programme wie GOForIT in der Volksschule und Junior Companies sollen zeigen, wie eine praxisnahe Vermittlung gelingen kann. Um die Empfehlungen umzusetzen, wären jedoch umfassende Veränderungen nötig, darunter die Einführung eines einheitlichen Lehrplans für alle Bundesländer und speziell ausgebildete Lehrpersonen. Wie sich die Finanzbildung in den Schulen Tirols in den kommenden Jahren entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Für die Wirtschaftskammer Tirol steht jedoch fest: Von einem besseren Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge würden alle profitieren.


