AMS-Chef Peter Müllner äußert sich vorsichtig, aber optimistisch zum Arbeitsmarkt im Jahr 2025.
BEZIRK SCHEIBBS. Die wirtschaftliche Situation im Jahr 2025 war von einem „Null-Wachstum“ und einer schwachen Konjunktion geprägt, was den Arbeitsmarkt im Bezirk Scheibbs erheblich beeinflusste. Darüber berichtet Welt Stimme.
Erwartetes zartes Wachstum im neuen Jahr
Die Anzahl der vorgemerkten Arbeitslosen ist im Jahresdurchschnitt um acht Prozent gestiegen, was über dem NÖ-Durchschnitt von 4,3 Prozent liegt, so Peter Müllner, der Geschäftsstellenleiter des AMS Scheibbs. Für das kommende Jahr wird erstmals seit drei Jahren ein zartes Wirtschaftswachstum von etwa einem Prozent prognostiziert.
Die hohe Dynamik am Arbeitsmarkt im Bezirk soll auch im Jahr 2026 bestehen bleiben. Daher wird die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft weiterhin intensiviert. Förderprogramme für Langzeitarbeitslose sollen gebündelt und neue Modelle geprüft werden, fügte Müllner hinzu.
Fokus auf Generation 55 plus und Fachkräfte
Etwa jeder siebte Arbeitssuchende im Bezirk gehört zur „Generation 55 plus“. Eine neue Initiative unter dem Titel „Aktion 55 plus“ soll diese Zielgruppe durch Lohnkostenförderungen unterstützen. Zudem wird der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung in der Region bleiben. Der Schwerpunkt liegt auf entsprechenden Ausbildungsangeboten in nachgefragten Berufsbereichen wie Technik und Pflege. Eine wichtige Änderung betrifft die Zuverdienstgrenze: Seit 1. Januar 2025 dürfen nur in wenigen Ausnahmefällen neben der AMS-Leistung geringfügige Beschäftigungen aufgenommen werden.
Arbeitsmarkt im Bezirk Scheibbs im Jahr 2025
Aktuelle Arbeitsmarktdaten im Bezirk:
- Gesamte Arbeitslosigkeit: +8%
- Jugendliche (< 25 Jahre): +10%
- Langzeitarbeitslose: +25%
- Arbeitsaufnahmen: +124%
- Arbeitslosenquote: 3,7% (+3%)
(Quelle: Arbeitsmarktservice NÖ)


