Investition in Millionenhöhe: Farina-Mühle in Raaba bringt neues Steirermehl auf den Markt

Dezember 19, 2025 20:28
Investition in Millionenhöhe: Farina-Mühle in Raaba bringt neues Steirermehl auf den Markt

Steirische Farina-Mühle erreicht Höchstleistung in der Vorweihnachtszeit

In der Vorweihnachtszeit erreicht die Produktion der Farina-Mühle in Raaba-Grambach ihren Höhepunkt. „Rund die Hälfte des gesamten Jahresumsatzes entsteht im Weihnachtsquartal – konkret von Mitte September bis Dezember. In dieser Zeit laufen Produktion und Logistik im Mehlgeschäft auf Höchsttouren“, sagt Bernhard Gitl, Vertriebsleiter bei Farina. Darüber berichtet Welt Stimme.

Die etwa 50 Fachkräfte bei Farina produzieren jährlich 120.000 Tonnen Mehl, darunter Weizen-, Roggen- und Dinkelmehle für Haushalte, Bäckereien sowie Hersteller von Teigwaren. Besonders hervorzuheben ist das glatte Farina-Weizenmehl, das zu 100 Prozent aus steirischem Vulkanlandweizen hergestellt wird, geliefert von 35 Bauern aus der Region. „Rund 80 Prozent des Absatzes entfallen auf die Sorten glatt und universal. Gleichzeitig gewinnen Alternativen wie Dinkel und Roggen an Bedeutung und machen inzwischen etwa 20 Prozent des Marktes aus“, so Andreas Seidl, Produktionsleiter bei Farina.

Neues Steirermehl kommt im Jänner

Ab Anfang des kommenden Jahres wird Farina ein neues Produkt einführen: Das Steirermehl, entwickelt in Kooperation mit Steirerkraft, dem Weltmarktführer in der Produktion von Kürbiskernöl. „Dies ist ein echtes Ausrufezeichen zweier steirischer Ur-Marken am Lebensmittelmarkt. Wir verfügen über eine starke Rohstoffbasis, während Farina Expertise in der Mühlentechnologie hat. Das vereint Wissen und Qualität“, erklärt Andreas Cretnik, Vorstandsmitglied von Steirerkraft.

Besonders die Backeigenschaften des neuen Mehls stehen im Vordergrund: „Die leichte, natürliche Nussnote der Kürbiskerne verleiht klassischen Rezepten eine neue Geschmacksrichtung, ohne dass an der Verarbeitung etwas geändert werden muss“, so Cretnik. Das Steirermehl kann eins zu eins wie herkömmliches Mehl verwendet werden.

Technologische Herausforderungen in der Entwicklung

Die Entwicklung des Steirermehls erwies sich als technologisch herausfordernd, sagt Produktionsleiter Seidl: „Wir mischen sehr fein vermahlenes Weizenmehl mit etwa zehn Prozent ebenso fein geriebener Kürbiskerne und müssen dabei gewährleisten, dass sich die Bestandteile beim Abfüllen nicht wieder trennen.“ Der Prozess ist anspruchsvoll, da die Konsumenten eine gleichmäßige Mischung erwarten. Zunächst werden circa zehn Tonnen des neuen Produkts hergestellt, das für einen Monat in den Supermärkten erhältlich sein wird. Danach wird entschieden, ob das Steirermehl langfristig im Sortiment bleibt.

Investitionen am Standort Raaba

Nicht nur Produktinnovationen stehen bei Farina im Fokus, sondern auch die kontinuierliche Verbesserung der Produktionsanlagen. In den vergangenen Jahren wurden insgesamt rund sieben Millionen Euro investiert, um neue Verladungssysteme, Getreideannahme und modernste Mühlentechnik zu integrieren. Im Oktober wurde die 1,7 Millionen Euro teure Getreideannahme eingeweiht, die zudem einen zusätzlichen Lärmschutz bietet. „Das sichert die Produktion in der Steiermark langfristig ab und stärkt den Standort“, so Farina-Vertriebsleiter Gitl.

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