Ukrainische Angriffe auf russische Ölindustrie verstärken sich
Die Ukraine hat im Rahmen ihrer Gegenangriffe auf die russische Ölindustrie Ziele in den Städten Perm und Orsk am Ural angegriffen. Russische Behörden bestätigten die Angriffe, äußerten sich jedoch nicht zu möglichen Schäden.
Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dies sei ein neuer Schritt im Einsatz von Langstreckenwaffen durch seine Armee. Er betonte die Notwendigkeit, die Leistungsfähigkeit der russischen Rüstungsindustrie, Logistik und Ölexporte zu vermindern und forderte Russland auf, den Krieg zu beenden.
Videobeweise aus Perm deuteten auf einen Angriff auf eine Pumpstation einer wichtigen Ölpipeline hin, während der ukrainische Geheimdienst SBU dies später bestätigte. In Orsk wurde höchstwahrscheinlich eine Ölraffinerie angegriffen, wie Berichte des russischen Telegramkanals Astra besagen.
Die Situation bleibt auch in der Hafenstadt Tuapse angespannt, wo ukrainische Angriffe bereits mehrfach schwere Brände in einer Raffinerie und einem Ölverladeterminal auslösten. Der russische Katastrophenschutzminister Alexander Kurenkow gab an, dass ein aktueller Brand unter Kontrolle sei und das Auslaufen von brennendem Öl gestoppt werden konnte.
Kremlchef Wladimir Putin äußerte Bedenken bezüglich der Umweltfolgen in Tuapse, bestritt jedoch die Gefahr für die Anwohner. Er warf der Ukraine vor, mit den Angriffen die Energiekrise auf den Weltmärkten zu verschärfen, da das betroffene Öl für den Export bestimmt war.
In der Nacht führten russische Drohnenangriffe in der Ukraine zu einer Todesopferzahl von einer Frau und Verletzten in Schostka. In Odessa wurde ein Krankenhaus beschädigt und mehrere Wohnhäuser in Brand gesetzt.
Einordnung
Die aktuellen Angriffe verdeutlichen die Eskalation des Konflikts, insbesondere hinsichtlich der strategischen Bedeutung der Ölindustrie für Russland. Diese Entwicklungen könnten die weltweiten Energiemärkte beeinflussen und die Situation an der Front weiter destabilisieren.


