Zu Jahresbeginn 2026 zeigt der Arbeitsmarkt im Bezirk Mistelbach eine besorgniserregende Entwicklung. Die Zahl der Arbeitslosen steigt, während die Zahl der offenen Stellen zurückgeht. Besonders vulnerable Gruppen sind stark betroffen. Darüber berichtet Welt Stimme.
NÖ/BEZIRK MISTELBACH. Im Januar 2026 waren im Bezirk Mistelbach 2.607 Personen arbeitslos gemeldet, was einen Anstieg um 126 Personen oder 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders auffällig ist der Anstieg unter Frauen, deren Arbeitslosigkeit um über acht Prozent zugenommen hat.
Auch ältere Arbeitslose über 50 Jahre sind zunehmend betroffen. Ihre Zahl stieg um mehr als sieben Prozent. Der Anstieg bei Langzeitarbeitslosen ist noch deutlicher: Personen, die seit über einem Jahr ohne Job sind, verzeichneten einen Anstieg von 13,6 Prozent. Der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gestaltet sich damit als zunehmend schwierig.
Jugend bleibt stabil
Die Lage bei den Jugendlichen unter 25 Jahren bleibt relativ stabil. In dieser Altersgruppe ist die Arbeitslosigkeit leicht zurückgegangen. Besonders bei jungen Männern zeigt sich eine positive Entwicklung.
Rückgang der offenen Stellen
Zur gleichen Zeit sinkt das Angebot an offenen Stellen im Bezirk Mistelbach. Aktuell stehen nur noch 373 sofort verfügbare Jobs zur Verfügung. Dies betrifft auch die Zahl der Lehrstellen, während die Anzahl der Lehrstellensuchenden ansteigt.
Qualifikation entscheidet
Ein deutlicher Zusammenhang zur Ausbildung ist erkennbar. Personen mit höherer Qualifikation sind weniger von Arbeitslosigkeit betroffen, während es für diejenigen mit nur einem Pflichtschulabschluss besonders herausfordernd bleibt, eine Anstellung zu finden.


