Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Salzburg bleibt hoch, mit 4.852 registrierten arbeitslosen Personen zum Ende Juli. Laut dem AMS Salzburg-Stadt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent gestiegen und im Vergleich zum Vormonat um knapp 100 Personen angestiegen.
Die vorläufige Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent liegt 0,5 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. Im Bundesland Salzburg beträgt die Arbeitslosenquote 3,7 Prozent, während österreichweit 6,7 Prozent verzeichnet werden. Die Zahlen zeigen, dass sowohl Frauen als auch Männer betroffen sind: 2.128 Frauen (+8,1 Prozent) und 2.724 Männer (+8,7 Prozent) sind derzeit ohne Beschäftigung. Besonders gering ist der Anstieg unter den jungen Erwachsenen unter 25 Jahren mit +4,7 Prozent; bei den 25- bis unter 50-Jährigen beträgt der Anstieg 9 Prozent, bei den über 50-Jährigen 8,7 Prozent.
Belastung im Handel und Dienstleistungssektor
Besonders betroffen sind die Bereiche Handel (+15,2 Prozent) sowie die „Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“, die unter anderem Gebäudereinigung und Sicherheitsdienste umfassen (+12,2 Prozent).
„Im Handel und den Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen waren im Juli 1.924 Menschen arbeitslos gemeldet, während ihnen nur 1.003 sofort verfügbare offene Stellen zur Verfügung standen. Der Rückgang an offenen Stellen in diesen wichtigen Bereichen liegt bei -14,4 Prozent“,
berichtete Franz Huber, Leiter des AMS Salzburg-Stadt. Eine positive Entwicklung ist hingegen in der Gastronomie zu verzeichnen: Mit Ende Juli sind dort 361 Personen arbeitslos gemeldet, was einem Rückgang um 4,5 Prozent entspricht. Dies ist der niedrigste Wert seit September 2023, abgesehen von Juni des Vorjahres.
Langzeitbeschäftigungslose Menschen stark angestiegen
Der Anstieg der langzeitbeschäftigungslosen Menschen, die länger als ein Jahr ohne Job sind, gibt Anlass zur Sorge. Derzeit sind 1.247 Personen betroffen (+28,8 Prozent).
„Wir beobachten diesen Anstieg schon seit einigen Monaten und er ist besorgniserregend. Die starke Nachfrage nach Arbeitskräften in der Zeit nach Corona hatte positive Auswirkungen auf die Beschäftigungsschancen langzeitbeschäftigungsloser Menschen. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in zentralen Beschäftigungsbereichen der Stadt hat sich ihre Zahl mittlerweile wieder auf dem Niveau von 2019 stabilisiert“,
so Huber. Besonders betroffen sind langzeitbeschäftigungslose Menschen in der Gebäudebetreuung, der Arbeitskräfteüberlassung und im Handel.
Positive Entwicklungen im Arbeitsmarkt
„Was wir jedoch auch beobachten, ist, dass seit Jahresbeginn deutlich weniger Menschen arbeitslos werden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Anm.: -0,9 Prozent von Jänner bis Juli 2025) – dies ist ein grundsätzlich positives Zeichen für den aktuellen Arbeitsmarkt“,
erläutert Huber und fügt hinzu, dass das AMS Unternehmen, die eine langzeitbeschäftigungslose Person einstellen, bis Ende 2025 attraktiver Zuschüsse zu den Lohn- und Lohnnebenkosten anbietet.
Reduzierung der verfügbaren Stellen
Im Juli lagen die offenen und sofort verfügbaren Stellen beim AMS in der Stadt Salzburg bei 2.038. Dies entspricht einem Rückgang um 473 Stellen (-18,8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind die Bereiche „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ sowie Verkehr und Lagerei.
Rückgang der Lehrstellen im Handel
Die Zahl der Lehrstellensuchenden lag im Juli bei 152 Personen (-6,2 Prozent im Vergleich zu 2024). Ihnen standen 142 sofort verfügbare offene Lehrstellen gegenüber (-32,4 Prozent). Die meisten offenen Lehrstellen gab es in der Beherbergung und Gastronomie; im Handel wurden jedoch um 51 Lehrstellen (-58 Prozent) weniger angeboten als im Vorjahr.


